Projektarbeiten

Arbeiten in Projekten ist in der Gewerkschafts- und Betriebsratsarbeit bereits gängige Praxis. Aber wann hat man schon einmal die Gelegenheit, so ein Projekt idealtypisch durchzuführen, d. h. zu Beginn genau die Ziele festzulegen, Zielgruppen zu bestimmen, Zeitpläne aufzustellen und immer wieder zu kontrollieren usw. – das Ganze auch noch begleitet durch unterschiedliche Expertinnen bzw. Experten und nicht für die Schublade?

Arbeiten in Projekten 

Projekte als eine Form des exemplarischen Lernens gehören seit vielen Jahren zur SOZAK. Hier lassen sich die Weiterentwicklung und der Ausbau von unterschiedlichen Kompetenzen verknüpfen: Neben dem Erlernen von Werkzeugen des Projektmanagements sind dies v. a. Methodenkompetenzen wie Zielformulierung, Prozessplanung und Zeitmanagement sowie konkreter die selbstständige Beschaffung, Selektion und Verarbeitung von Informationen zu einem bestimmten Thema.

Gruppenarbeiten

Nicht zuletzt findet die Arbeit in einer Gruppe statt, d. h. die soziale Komponente, die Einigung auf einen gemeinsamen Plan, auf eine Arbeitsteilung usw. stellt ebenfalls eine wichtige Ebene dar. Deshalb ist es wichtig, dass sich alle gut mit ihren Themen und Gruppen identifizieren können. Nur so ist genug Motivation da, neben all den anderen Herausforderungen in der SOZAK über sechs Monate an dem Projekt zu arbeiten.

Praxisbezug im Vordergrund

Das hört sich ziemlich theoretisch an, ist es aber nicht. Im Vordergrund steht immer der Praxisbezug: Die Projektarbeiten befassen sich mit aktuellen, gewerkschaftspolitisch relevanten Themen und sollen diese aufarbeiten und in ein konkretes Produkt gießen, das Gewerkschaften in ihrer Arbeit unterstützt.

Projektbegleitung

Dass die Projekte diese Kriterien wirklich erfüllen, also tatsächlich praxisnah sind, wird durch die Begleitung der Projekte gewährleistet:

  • Projektvorschläge werden von unseren KooperationspartnerInnen in Arbeiterkammern und Gewerkschaften eingesammelt.

  • Die Basis legt ein Seminar zu Projektmanagement.

  • Jedes Projekt, das im Rahmen der SOZAK durchgeführt wird, benötigt einen Auftraggeber sowie ProjektbetreuerInnen aus den Gewerkschaften oder Arbeiterkammern – sie übernehmen die inhaltliche Beratung und stellen sicher, dass das Produkt, das angedacht ist, auch wirklich Sinn macht.

  • Unterstützung bei der Gestaltung des Endproduktes

Projekte des 68. Lehrgangs

WIR.Sozialstaat

„Der Sozialstaat funktioniert gut. Neoliberale Thinktanks argumentieren gegen ihn. Wir setzen ein Zeichen, heben ihn positiv und spielerisch hervor, machen ihn greifbar. Schließlich sind wir der Sozialstaat“, so die Projektgruppe. Das erarbeitete Konzept dient der Erzeugung einer Emotion: eines Wir-Gefühls, also des guten Gefühls, in einem Sozialstaat zu leben. Wir.Sozialstaat ist ein großes Ganzes, das erst durch die beteiligten Menschen selbst entsteht. Erreicht wird das Ziel der Erzeugung einer Emotion durch eine interaktive Website.
Der Flyer gibt eine erste Idee für die Webpage. Bislang erarbeitet wurde ein Konzept, ein Flyer zeigt die wichtigsten Ideen für die Webpage.

Auftraggeber: Josef Wöss (AK Wien)

Projektbetreuer: Norman Wagner (AK Wien)

Projektteam:
Gerlinde Gschwendtner, Julia Ilger, Andrea Kaindl, Julian Sommer-Schmelzenbarth, Johannes Wischer

Ideentauschbörse

Der Alltag von Betriebsrätinnen und Betriebsräten ist oft sehr stressig. Sie sind nicht immer freigestellt und haben mehrere Themen gleichzeitig im Kopf. Und dann kommt oft unerwartet ein neues Thema auf, zu dem die Beschäftigten informiert oder mobilisiert werden sollen. Um hier Betriebsrätinnen und Betriebsräten, Jugendvertrauensrätinnen und -räten oder anderen AktivistInnen der Gewerkschaftsbewegung unter die Arme zu greifen, hat die Projektgruppe eine Online-Ideentauschbörse entwickelt. Dort wurden Ideen zur Umsetzung von Kampagnen oder Aktionsmaßnahmen von Gewerkschaften aus ganz Europa gesammelt, die nun zur Inspiration bereitstehen. Die Seite soll gemeinsam weiterentwickelt werden und es kann jederzeit eine neue Idee eingereicht werden – ganz nach dem Motto: Nur gemeinsam sind wir stark! Die Ideentauschbörse steht unter diesem Link zur Verfügung.

Auftraggeber: Peter Schleinbach (PRO-GE)

Projektbetreuer: Gerald Kreuzer (PRO-GE)

Projektteam:
Sascha Ernszt, Christopher Hatzl, Zoran Jelicic, Ralph Sternjak, René Wendler

Gemeinsamer Musterkollektivvertrag der Rettungs- und Krankentransportorganisationen

Da die Kollektivvertragslandschaft in Österreich im Bereich Rettungs- und Krankentransportorganisationen mit derzeit drei großen Kollektivverträgen und neun Bundeslandanhängen zerklüftet ist, hat die Projektgruppe einen Vorschlag für einen einheitlichen Kollektivvertrag erarbeitet. Sein Inkrafttreten wäre ein wichtiger Beitrag zur Verwirklichung des Ziels, faire und einheitliche Arbeitsbedingungen für MitarbeiterInnen in ganz Österreich zu schaffen. Der gemeinsame Musterkollektivvertrag kann hier heruntergeladen werden.

Auftraggeber: Günter Slezak (vida)

Projektbetreuerin: Michaela Guglberger (vida)

Projektteam:
Manuel Berthold, Isabella Haunschmid, Roland Wurzinger, Willi Zeichmann

Zielgruppenorientierte Mitgliedergewinnung

„Bisher haben wir in der Gewerkschaftsbewegung meistens nach dem Gießkannenprinzip gearbeitet. Unabhängig von den existieren- den Unterschieden haben wir versucht, potenzielle InteressentInnen mit einheitlich formulierten Massenaussendungen zu erreichen. Doch Menschen sind verschieden. Auch potenzielle Gewerkschafts- mitglieder unterscheiden sich in ihren Lebensumständen und Be- dürfnissen. Deshalb müssen wir weg von der Gießkanne und hin zu einer gezielten Ansprache von InteressentInnen“, so die Projektgruppe. Die Ergebnisse
der von der Projektgruppe durchgeführten Umfrage (eine Zusammenfassung kann hier heruntergeladen werden) zeigen, wie gut zielgruppenorientierte Mitgliedergewinnung funktionieren kann, wenn sie richtig angelegt ist.

Auftraggeber: Willi Mernyi (ÖGB)

Projektbetreuer: Richard Ondraschek (ÖGB)

Projektteam:
Andreas Ammann, André Forster, Dietmar Meister, Christoph Zeiselberger

Nachgehört - vorgedacht: Der ÖGB-Podcast

Nachgehört – vorgedacht: der ÖGB-Podcast „Nachgehört – vorgedacht: der ÖGB-Podcast“ hat zum Ziel, gewerkschaftspolitisch interessierten Menschen endlich auch seitens des ÖGB ein Angebot zu machen, interessant aufbereitete Themen als Audiofile zu konsumieren. Podcasts werden auch in Österreich immer beliebter, da man mit ihnen ganz nebenbei, beim Joggen, beim Autofahren, bei Tätigkeiten im Haushalt usw., tiefer in die Materie eintauchen kann. Die Projektgruppe hat ein Konzept für einen ÖGB-Podcast erstellt sowie zwei Pilotfolgen à circa 30 Minuten. In Form von Interviews werden Themen analysiert, bislang Gesagtes wird „nach- gehört“ und dann wird vorgedacht, was das aus ArbeitnehmerInnensicht bedeutet. Weitere Infos und die aktuellen Folgen findet ihr unter: https://blog.oegb.at/ngvg/.

Auftraggeber: Wolfgang Katzian (ÖGB)

Projektbetreuer: Andreas Berger (ÖGB)

Projektteam:
Enver Gölge, Daniel Grininger, Michael Hofer, Harald Steinberger, Stephanie
Veigl

Projekte des 67. Lehrgangs

Von der Bildung eines politischen Bewusstseins bis zur Zukunft der Arbeitswelt: Die Projekte des 67. Lehrgangs der Sozialakademie finden Sie hier.

Kontakt

Georg Sever  

georg.sever@akwien.at

Erwin Feierl-Giedenbacher
erwin.feierl@akwien.at  

AK Wien - Bildungszentrum 
Theresianumgasse 16-18
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Brigitte Daumen-Garrido 

brigitte.daumen@akwien.at

Nicola Sekler
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