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Arbeiterkammer-Mitgliedschaft

Wo bin ich Arbeiterkammer-Mitglied?

Wenn Sie berufstätig sind...

Sie sind in dem Bundesland AK Mitglied, wo Ihr Arbeitsplatz liegt. Wenn Sie zum Beispiel in Niederösterreich wohnen, aber in Wien arbeiten, ist die Arbeiterkammer Wien für Ihre Anliegen zuständig.

Wenn Sie auf Arbeitssuche sind… 

Falls Sie arbeitssuchend sind, sind Sie in dem Bundesland AK Mitglied, in dem Sie wohnen.

Wenn Sie in Karenz sind…

Wenn Sie in der Babypause sind oder eine Bildungs- oder Pflegekarenz in Anspruch nehmen, sind Sie weiterhin in dem Bundesland Arbeiterkammer-Mitglied, in dem Sie vorher gearbeitet haben.  

Wenn Sie Präsenz- oder Zivildienst absolvieren…

Falls Sie vor Ihrem Präsenz- oder Zivildienst gearbeitet haben, sind Sie weiterhin in dem Bundesland Arbeiterkammer-Mitglied, in dem Sie zuletzt gearbeitet haben.  

Wer ist Arbeiterkammermitglied?

Fast alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind unsere Mitglieder und werden von uns beraten und vertreten. Auch Arbeitslose sind Arbeiterkammer-Mitglieder, wenn sie mehr als ein Jahr in einem Arbeitsverhältnis gestanden sind oder einen längeren Bezug einer Leistung aus der Arbeitslosenversicherung hatten. Außerdem zählen Lehrlinge, geringfügig Beschäftigte, ArbeitnehmerInnen in Karenz, freie DienstnehmerInnen sowie Präsenz- und Zivildiener zu unseren Mitgliedern. 

Ausnahmen

Wer Mitglied ist und wer nicht, entscheidet der Gesetzgeber. Per Gesetz sind einige Personengruppen von der AK Mitgliedschaft ausgenommen. Das sind z.B. öffentlich Beschäftigte in der Hoheitsverwaltung, Beschäftigte in der Land- und Forstwirtschaft, die meisten FreiberuflerInnen sowie leitende Angestellte.

Pflichtmitgliedschaft

Der Gesetzgeber hat eine "Pflichtmitgliedschaft“ vorgesehen. Freiwilliger Beitritt oder Austritt sind gesetzlich nicht vorgesehen und daher nicht möglich. Der Beitritt erfolgt automatisch und ohne Aufwand für den Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin.

Mitbestimmung der AK Mitglieder

Wir bieten nicht nur Beratung und Rechtsvertretung für unsere Mitglieder, sondern vertreten ihre Anliegen auch gegenüber Politik und Wirtschaft. Wofür wir uns sich konkret einsetzen sollen, bestimmen unsere Mitglieder: Alle fünf Jahre können sie das "Arbeitnehmerparlament" in der AK wählen und so die politische Richtung ihrer Vertretung vorgeben. Mit der letzten Wahl bestätigten die AK Mitglieder den politischen Kurs ihrer Arbeiterkammer.

Film: Warum zur AK Wahl gehen?

Sehen Sie hier, warum es Sinn macht, zur AK Wahl zu gehen.

TIPP

Finden Sie hier die Ergebnisse der AK Wahl 2014.

Der AK-Beitrag

Der AK-Beitrag für ein mittleres Einkommen (Median) beträgt rund sieben Euro netto im Monat. Maximal fallen knapp 15 Euro AK Beitrag netto im Monat an. Die AK-Umlage beträgt 0,5 Prozent des Bruttoeinkommens bis zur Höchstbemessungsgrundlage in der Sozialversicherung und wird gemeinsam mit den Sozialversicherungsbeiträgen vom Gehalt abgezogen. Dadurch wirkt die AK-Umlage steuermindernd. Geregelt ist das im AK-Gesetz (AKG §61(2)).
 

Zum Vergleich: Allein eine günstige Rechtsschutzversicherung kostet mehr als der AK Beitrag bei einem mittleren Einkommen und bietet nur Rechtsschutz, keine Interessenvertretung, keinen Konsumentenschutz und kein Service. Und eine Stunde Beratung in einer Rechtsanwaltskanzlei kostet mehr als der AK Jahresbeitrag.

803.000 Mitglieder zahlen keine Beiträge

Rund 803.000 AK-Mitglieder sind vom Beitrag befreit (z.B. Arbeit Suchende, Eltern in Karenz, unter der Geringfügigkeitsgrenze Verdienende und Lehrlinge), haben aber dennoch Anspruch auf das volle Leistungsangebot der AK.

Rund 2 Millionen Beratungen

  • 2017 haben die AK ExpertInnen österreichweit rund 2 Millionen Beratungen durchgeführt, darunter mehr als 1,3 Millionen Beratungen in arbeits-, sozial- und insolvenzrechtlichen Fragen. Stark nachgefragt wird auch der Konsumentenschutz: knapp 390.000 suchten Rat und Hilfe. Die SteuerexpertInnen der AK gaben 2017 mehr als 211.000 ArbeitnehmerInnen Tipps, wie sie ihr Geld vom Finanzamt zurückholen konnten. Zusätzlich bietet die AK auch noch in anderen Bereichen Beratung an, etwa im Bildungsbereich. 

  • Die AK Beschäftigten sind ExpertInnen im Arbeitsrecht, Sozialrecht, Steuerrecht, Wohnrecht und Konsumentenschutz und sind auch in zahlreichen weiteren interessenpolitischen Themenfeldern hervorragend aufgestellt. So hat die AK im Vorjahr hunderte Gesetze und Verordnungen auf Landesebene und mehr als 300 auf Bundesebene begutachtet und ihre Stellungnahme abgegeben. Dabei ist die AK ausschließlich den Interessen ihrer Mitglieder verpflichtet. Durch inhaltliche Vorschläge der AK gelingt es immer wieder, auch auf dem Gesetzesweg Verbesserungen für die ArbeitnehmerInnen zu erreichen. 

  • Mit dem Ausbau des Konsumentenschutzes seit Anfang der 2000er Jahre sorgen die Arbeiterkammern insbesondere auch für Transparenz im Produkt-Wirrwarr und erleichtern ihren Mitgliedern die Auswahl von kostengünstigen Services und Produkten – z.B. durch den AK-Bankenrechner. Neu gelauncht wurde 2017 der Privatpensionsrechner, mit dessen Hilfe die private Zusatzrente ermittelt werden kann.  

  • Die Arbeiterkammern haben im Vorjahr rund 450,8 Millionen Euro von ihren Mitgliedern aus den AK- Beiträgen erhalten. Die AK beschäftigt rund 2.700 MitarbeiterInnen (umgerechnet in Vollzeitäquivalenten). Das heißt, dass im Schnitt pro AK Beschäftigten rund 1.380 Mitglieder betreut werden

Stellt man die Einnahmen aus den AK-Beiträgen den Erfolgen gegenüber, die die AK 2017 für ihre Mitglieder erreicht hat, zeigt sich: Für jeden Euro Mitgliedsbeitrag holt die AK für ihre Mitglieder mehr als einen Euro an barem Geld retour.

Es versteht sich von selbst, dass die AK die ihr zur Verfügung stehenden Mittel aus den Mitgliedsbeiträgen sorgsam einsetzt. Das wird auch vielfach überprüft: durch den eigenen Kontrollausschuss, durch unabhängige Wirtschaftsprüfer, durch das Sozialministerium als Aufsichtsbehörde, und die Arbeiterkammern unterliegen auch der Prüfung durch den Rechnungshof. Im vergangenen Jahr stellte der Rechnungshof auch dem seit mittlerweile 15 Jahren gültigen neuen Pensionsrecht ein gutes Zeugnis aus. Zur Kritik des Rechnungshofes an den alten Pensionsrechten hat die AK wiederholt erklärt: In alte Verträge rückwirkend eingreifen kann die Arbeiterkammer nicht, was auch juristische Gutachten belegen. Die Arbeiterkammer würde aber gesetzliche Änderungen entsprechend den Empfehlungen des Rechnungshofes gutheißen. Die Empfehlung des Rechnungshofes, für die Beschäftigten der AK einen Kollektivvertrag auszuhandeln, wird die AK aufgreifen und dazu in Kürze die ersten Schritte zur Aufnahme von Verhandlungen einleiten. 

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