Wirtschaft & Gesellschaft

Die Quartalszeitschrift „Wirtschaft und Gesellschaft" wird von der Abteilung Wirtschaftswissenschaft und Statistik der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien redaktionell betreut. Sie beschäftigt sich mit österreichischen wie internationalen Fragen der Wirtschaftspolitik, mit Wirtschaftstheorie, gelegentlich auch mit verwandten Bereichen wie Wirtschaftsgeschichte, Soziologie und Politikwissenschaft.

Was die aktuellste Ausgabe zu bieten hat

2018 Heft 4

Artikel

Editorial, (2018), Die Bedeutung von Karl Marx' Ökonomik für die wirtschaftswissenschaftlich fundierte Interessenpolitik des 21. Jahrhunderts,Wirtschaft und Gesellschaft 2018, Band 44 Nr.4, S459-470

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John E. King, (2018), Josef Steindl and capitalist stagnation,Wirtschaft und Gesellschaft 2018, Band 44 Nr.4, S525-543

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The eminent Austrian economist Josef Steindl (1912-1993) published his best-known book, “Maturity and Stagnation in American Capitalism”, in 1952. In section 1 I provide a brief biographical account of Steindl and his career, in Austria and England. Section 2 summarises the argument of “Maturity and Stagnation” and gives some details of its (rather limited) initial critical reception. In section 3 I discuss the reaction to the 1976 reprint of the book, together with Steindl’s own brief but incisive critical introduction to it. Finally, in section 4, I consider three more recent analytical reformulations of Steindl’s arguments and their total neglect by those prominent mainstream economists who have revived interest in the economics of stagnation in the wake of the Global Financial Crisis of 2007/08.

Heinz D. Kurz et.al., (2018), Riding a new wave of innovations. A long-term view at the current process of creative destruction,Wirtschaft und Gesellschaft 2018, Band 44 Nr.4, S545-583

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We discuss the characteristics and achievements as well as the risks and challenges of the digitalisation of the economy against the background of previous waves of technological change. Placing the argument in an historical context and reviewing how economists have assessed earlier forms of radical innovations allows us to specify what is genuinely new this time and what is a variation on a known theme. We first mention some major reasons, why it is difficult to fathom what the future will bring. We then turn to a brief account of the concepts and tools forged in order to cope with the intricate problems at hand. Then follows a history of mankind in a nutshell in terms of a sequence of Kondratieff waves. The longest section deals with some of the effects “smart” technologies can be expected to have on labour, employment and wages, on firms, profits and market forms, and on the public sector and state. With reference to Schumpeter’s concept of “creative destruction” we ask who should compensate the losers in this process. An inclusive approach to this problem appears to be indispensable in the interest of a smooth absorption of the new and effective exploitation of the opportunities it offers.

Dorothee Bohle, (2018), The end of „buying time“? Capitalism and democracy in East Central Europe before and after the financial crisis,Wirtschaft und Gesellschaft 2018, Band 44 Nr.4, S585-607

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The essay probes into the relationship between democracy and capitalism in East Central European countries. It seeks to understand why the region has relative successfully manoeuvred the tensions between capitalism and democracy in the first two decades after the breakdown of communism, while developments since the 2008 financial crisis have put democracy under increasing strain. Building on Wolfgang Streeck’s (2014) concept of buying time, I argue that East Central Europe went through similar phases of bridging tensions between capitalism and democracy, and similar forms of displacement of the political arena where major conflicts take place. The paper traces the welfarist and nationalist social contracts that were offered to the populations in the 1990s, and the rise of private debt in the 2000s. Fast rising debt made many of the countries vulnerable to the Global Financial Crisis, which triggered a stop and sudden reversal of capital flows from the region. The ensuing credit crunch has put an end to privatized Keynesianism, and tight European surveillance, in some cases joined by IMF conditionality, has brought debt consolidation to the center of public policy. It is in this context that some East European democracies have come under increasing strain.

Begutachteter Artikel

Julia Eder, Etienne Schneider, (2018), Progressive Industriepolitik – Ein Ausweg für Europa!?,Wirtschaft und Gesellschaft 2018, Band 44 Nr.4, S471-502

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Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise hat die Diskussion über Industriepolitik neu belebt. Angesichts der strukturellen Ungleichgewichte in der Europäischen Union wurde Industriepolitik von verschiedenen Seiten als Weg aus der Krise und zur Reduzierung ungleicher Entwicklung ins Spiel gebracht. Von linker Seite wurden Konzepte für eine „progressive“ Industriepolitik mit mehrheitlich postkeynesianischer Orientierung erarbeitet. Aber inwiefern ist eine Industriepolitik mit dieser Orientierung tatsächlich „progressiv“? Nach einer Einführung in die Schlüsselannahmen und -vorschläge in der Diskussion über progressive Industriepolitik leistet der Artikel drei spezifische Beiträge zu dieser lebendigen Debatte: Erstens erweitern wir die aktuelle Debatte um die Dimension der politischen Durchsetzungsfähigkeit sowie Fragen zu Machtbeziehungen und Hegemonie. Zweitens beginnen wir häufig verwendeten Schlagwörtern der aktuellen Debatte wie ökologischer Nachhaltigkeit, ArbeiternehmInnenbeteiligung und demokratischer Partizipation sowie Geschlechtersensibilität einen konkreteren Inhalt zu geben. Und drittens diskutieren wir vor dem Hintergrund der Zentrum-Peripherie-Beziehungen innerhalb der EU, was die aktuelle Debatte von Erfahrungen aus dem globalen Süden lernen kann. Unsere Schlussfolgerung ist, dass progressive Industriepolitik zwar einen Ausweg aus der ungleichen europäischen Entwicklung darstellen kann, aber dass die Ausarbeitung und Umsetzung einer tatsächlich progressiven Industriepolitik auf europäischer Ebene vor enormen Schwierigkeiten steht. In vielerlei Hinsicht lässt die nationale und subregionale Ebene nach wie vor mehr Spielraum als die supranationale.

Markus Hadler, Hannah Volk, (2018), Einstellungen zur weiteren Flexibilisierung des Arbeitsplatzes. Österreichische ArbeitnehmerInnen im internationalen Vergleich,Wirtschaft und Gesellschaft 2018, Band 44 Nr.4, S503-524

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Dieser Beitrag untersucht die Frage, welche Veränderungen die österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in ihrer Erwerbstätigkeit in Betracht ziehen, wenn sie von Arbeitslosigkeit bedroht wären. Wir bewegen uns damit in der Schnittmenge der Literatur zu Flexibilität und Prekariat. Dabei ist Flexibilität das konnotativ meist positiv besetzte Wort, das einen wenig regulierten Arbeitsmarkt mit einem aktiven, nach Optionen ausschauenden Menschen in Verbindung bringt, während Prekariat eine mögliche Konsequenz eines solchen Arbeitsmarktes sein kann. Die empirische Analyse basiert auf Umfragedaten aus 27 Ländern, die in den Jahren 2005/06 und 2015/16 vom International Social Survey Programme erhoben wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass die „Flexibilität“ der österreichischen ArbeitnehmerInnen international im Mittel liegt und dass sich in Österreich vor allem besser abgesicherte ArbeitnehmerInnen flexibel zeigen. International zeigt sich im Untersuchungszeitraum eine Annäherung der Einstellungen über verschiedene Arbeitsmarktregime hinweg.

Buchbesprechung

Richard Wilkinson, Kate Pickett, (2018) The Inner Level: How More Equal Societies Reduce Stress, Restore Sanity and Improve Everyone’s Well-Being (ISBN: 978-1-846-14741-8),

Besprochen von Martin Schürz, Wirtschaft und Gesellschaft 2018, Band 44 Nr.4, S609-613 Besprechung Herunterladen

Michael Brie, (2015) Polanyi neu entdecken: Das hellblaue Bändchen zu einem möglichen Dialog von Nancy Fraser und Karl Polanyi (ISBN: 978-3-899-65642-8),

Michael Brie, Claus Thomasberger, (2018) Karl Polanyi’s Vision of a Socialist Transformation (ISBN: 978-1-551-64635-0),

Besprochen von Andreas Novy, Wirtschaft und Gesellschaft 2018, Band 44 Nr.4, S614-618 Besprechung Herunterladen

Gareth Stedman Jones, (2017) Karl Marx. Die Biographie (ISBN: 978-3-100-36610-8),

Besprochen von Josef Schmee, Wirtschaft und Gesellschaft 2018, Band 44 Nr.4, S619-624 Besprechung Herunterladen

Volker Caspari, (Hrsg.), (2018) Kontinuität und Wandel in der Institutionenökonomie. Studien zur Entwicklung der ökonomischen Theorie XXXIII (ISBN: 978-3-428-15340-4),

Besprochen von Michael Mesch, Wirtschaft und Gesellschaft 2018, Band 44 Nr.4, S625-631 Besprechung Herunterladen

Thomas Ramge, Viktor Mayer-Schönberger, (2017) Das Digital: Markt, Wertschöpfung und Gerechtigkeit im Datenkapitalismus (ISBN: 978-3-430-20233-6),

Besprochen von Fridolin Herkommer, Wirtschaft und Gesellschaft 2018, Band 44 Nr.4, S632-636 Besprechung Herunterladen

William D. Godsey, (2017) The Sinews of Habsburg Power. Lower Austria in a Fiscal-Military State 1650-1820 (ISBN: 978-0-198-80939-5),

Besprochen von Andreas Weigl, Wirtschaft und Gesellschaft 2018, Band 44 Nr.4, S637-638 Besprechung Herunterladen

Chris Wickham, (2018) Die Entstehung der europäischen Staatenwelt (ISBN: 978-3-608-96208-6),

Besprochen von Felix Butschek, Wirtschaft und Gesellschaft 2018, Band 44 Nr.4, S639-643 Besprechung Herunterladen

  • Herausgeber: AK Wien
     
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Wirtschaftspolitische Themen

Die Zeitschrift wendet sich an alle, die an eingehenderen Analysen von wirtschaftspolitischen Themen interessiert sind. Bei der Auswahl und Behandlung der Inhalte wird großer Wert auf die Synthese aus Erkenntnissen der akademischen Wissenschaft mit der Praxis, der wirtschafts- und sozialpolitischen Realität, gelegt.

Tagespolitische Themen

Ein Jahrgang umfasst vier Hefte mit insgesamt rund 600 Seiten. Jedes Heft enthält ein Editorial, in dem zu aktuellen tagespolitischen Problemen Stellung bezogen wird, vier bis fünf Hauptartikel sowie mehrere Rezensionen kürzlich erschienener Fachliteratur. Fallweise erscheinen auch Beiträge in den Rubriken „Kommentar“ und „Berichte und Dokumente“ sowie längere Besprechungs­aufsätze. Die Artikel stammen von in- und ausländischen Vertretern von Theorie und Praxis, aus Forschung und Lehre, von Unternehmen und Verbänden.

Die letzten Ausgaben im Überblick

Wirtschaft und Gesellschaft - 2018 Heft 3

Verlag: LexisNexis
Erschienen: Wien, 2018
Anzahl Seiten: 456
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Wirtschaft und Gesellschaft - 2018 Heft 2

Verlag: LexisNexis
Erschienen: Wien, 2018
Anzahl Seiten: 271
Permanenter Link: urn:nbn:at:at-akw:g-2561949

Wirtschaft und Gesellschaft - 2018 Heft 1

Verlag: LexisNexis
Erschienen: Wien, 2018
Anzahl Seiten: 149 Seiten
Permanenter Link: urn:nbn:at:at-akw:g-2390116

Wirtschaft und Gesellschaft - 2017 Heft 4

Verlag: LexisNexis
Erschienen: Wien, 2017
Anzahl Seiten: 176 Seiten
Permanenter Link: urn:nbn:at:at-akw:g-2238241

Wirtschaft und Gesellschaft - 2017 Heft 3

Verlag: LexisNexis
Erschienen: Wien, 2017
Anzahl Seiten: 160 Seiten
Permanenter Link: urn:nbn:at:at-akw:g-2236622

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