Editorial: Nur dabei statt mittendrin

Answer Lang, Chefredakteur

Marco ist 21. Er ist der Sohn eines Freundes von mir, mit dem ich schon in die Schule gegangen bin. Und Marco ist
enttäuscht. Enttäuscht, dass Menschen seines Alters wenig Einfluss haben, sich kaum Gehör verschaffen können und ihre Interessen oft ignoriert werden. Das gilt umso mehr, wenn man – so wie Marco – zwar hier geboren ist, schon immer hier lebt, auch hier arbeitet, aber nicht die österreichische Staatsbürgerschaft hat. Dann gibt es
nicht einmal ein Minimum an Mitbestimmung, etwa bei Wahlen.

Wenn Jugendliche und junge Erwachsene aber immer weniger gehört werden und es ihnen immer schwerer gemacht wird, sich einzubringen – dann lassen sie es auch irgendwann. Und das ist bedenklich. Immerhin sind unsere Demokratie, unsere Gesellschaft, unser Sozialstaat darauf angewiesen, dass sich alle daran beteiligen. Mit diesem wichtigen Thema beschäftigt sich die Titelgeschichte dieser Ausgabe von AK FÜR SIE (ab Seite 4).

Eine Entwicklung, die uns alle trifft, sind die gerade stark steigenden Preise – unter anderem für Lebensmittel. Was da alles dahintersteckt und welche Maßnahmen die AK vorschlägt, um der Teuerung entgegenzuwirken, lesen Sie ab Seite 10. Und auf Seite 12 erfahren Sie von einem gefährlichen Trend, den Sie selber vielleicht kennen: Immer mehr Beschäftigte werden unter Druck gesetzt, auch krank arbeiten zu gehen. Das geht natürlich gar nicht! Die eigene Gesundheit geht immer vor. Wie immer gibt es auch wichtige Tipps von den Rechtsexpertinnen und Rechtsexperten der AK. Dafür zahlt es sich aus, die Seiten 17 bis 21 durchzublättern.

Viel Vergnügen beim Lesen.

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