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Mindestsicherung: Wer bekommt wie viel?

Bevor man die Mindestsicherung bekommt, muss das eigene Vermögen aufgebraucht werden, bis nur mehr 4.315,20 € (2018) übrig sind. Ausnahmen sind die als Hauptwohnsitz genutzte Eigentums-Wohnung und die Wohnungseinrichtung. Wer ein Auto besitzt, muss dieses verkaufen - außer das Gefährt ist berufs- bzw. behinderungsbedingt notwendig.

Anspruch haben Personen, die ...

hilfsbedürftig sind, d.h. deren Haushaltseinkommen unter den Mindeststandards der Bedarfsorientierten Mindestsicherung liegen  

ihren Hauptwohnsitz bzw. ihren dauernden Aufenthalt in Österreich haben

deren jeweiliger Bedarf nicht durch eigene Mittel gedeckt werden kann

und bei denen Bereitschaft zum Einsatz der eigenen Arbeitskraft besteht. 

Wer nicht arbeitsbereit sein muss

Personen, die das Regelpensionsalter erreicht haben 

Menschen mit Betreuungspflichten für Kinder, die das 3. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sofern keine geeignete Betreuungsmöglichkeit vorhanden ist

Personen, die Betreuungsleistung gegenüber Angehörigen haben, die ein Pflegegeld mindestens der Stufe 3 beziehen 

Personen, die Sterbebegleitung oder Begleitung von schwerstkranken Kindern leisten

Personen, die in einer zielstrebig verfolgten Erwerbs- oder Schulausbildung stehen (ein Studium zählt hier nicht dazu)

So viel Geld bekommen Sie 

Die Bedarfsorientierte Mindestsicherung besteht aus 2 Teilen: maximal 647,28 € zur Deckung des Lebensunterhalts und 215,76 € Wohnkostenanteil pro Monat. Zusammen sind das 863,04 €.

Personen in Lebensgemeinschaften bekommen den 1,5-fachen Betrag: 1.294,56 €.

Für Kinder gibt es in Wien jeweils 233,02 €. 

Personen zwischen 18 und 25 Jahren, die beschäftigt sind, sich in Ausbildung, Schule oder Kursmaßnahmen befinden, haben Anspruch auf eine höhere Leistung, als gleichaltrige Personen, für die das nicht zutrifft.

Einkommen, Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Unterhaltszahlungen, Pensionen u. ä. werden jeweils angerechnet und reduzieren den Anspruch. 

Mindestsicherung zurückzahlen?

Wer den (Wieder-) Einstieg ins Berufsleben schafft. muss die vorher bezogene Mindestsicherung nicht zurückzahlen.

Mindestsicherung & Krankenversicherung

Personen, die Mindestsicherung beziehen, sind krankenversichert. Sie bekommen eine E-Card und sind rezeptgebührenbefreit.

Mindestsicherung trotz Arbeitslosengeld/Notstandshilfe

Wenn der Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe niedriger ist als die Mindeststandards der Bedarfsorientierten Mindestsicherung und kein relevantes Vermögen vorhanden ist, kann eine ergänzende Mindestsicherungsleistung bezogen werden.

Wo Sie die Mindestsicherung beantragen können

Für Informationen, Berechnung und Antragstellung wenden Sie sich in Wien an die Servicestelle der MA 40 unter +43 1 4000 8040.

Zusätzlich können Anträge auch bei den Geschäftsstellen des Arbeitsmarktservice (AMS) abgegeben werden.

TIPP

Infos zur landesspezifischen Wiener Gesetzeslage und zur Wiener Mindestsicherung erhalten Sie unter +43 1 4000 8040 (Ortstarif).


Beihilfe zum Lebensunterhalt

Als TeilnehmerIn an einem AMS-Kurs oder einer Maßnahme können Sie eine Beihilfe beantragen, wenn Ihr Arbeitslosengeld den Lebensunterhalt nicht deckt.

Gebührenbefreiungen

Sind Sie arbeitslos? Sie können sich von einer Reihe an Gebühren befreien lassen und bestimmte Zuschüsse bzw. Beihilfen in Anspruch nehmen.

Notstandshilfe

Wenn Ihr Arbeitslosengeld ausläuft und Sie keine Stelle finden, können Sie Notstandshilfe beantragen. Die wichtigsten Infos zu Höhe und Bedingungen.

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