Mindestsicherung: Wer bekommt wie viel?

Im Lauf des Jahres 2020 wird die Sozialhilfe voraussichtlich die Mindestsicherung in Wien ablösen. Bis dahin gelten weiterhin die Regelungen der Wiener Mindestsicherung.

Mindestsicherung können jene Menschen beziehen,

  • die sonst keine Möglichkeit haben, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

  • Vorhandene Ersparnisse müssen zuerst aufgebraucht werden (Grenze 2019: 4.427,35 €). Ausnahmen sind die als Hauptwohnsitz genutzte Eigentums-Wohnung und die Wohnungseinrichtung.

  • Wer ein Auto besitzt, muss dieses verkaufen - außer das Gefährt ist berufs- bzw. behinderungsbedingt notwendig.

Anspruch haben Personen, die ...

  • hilfsbedürftig sind, d.h. deren Haushaltseinkommen unter den Mindeststandards der Bedarfsorientierten Mindestsicherung liegen  
  • ihren Hauptwohnsitz bzw. ihren dauernden Aufenthalt in Österreich haben
  • deren jeweiliger Bedarf nicht durch eigene Mittel gedeckt werden kann
  • und bei denen Bereitschaft zum Einsatz der eigenen Arbeitskraft besteht

Wer nicht arbeitsbereit sein muss

  • Personen, die das Regelpensionsalter erreicht haben 
  • Menschen mit Betreuungspflichten für Kinder, die das 3. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sofern keine geeignete Betreuungsmöglichkeit vorhanden ist
  • Personen, die Betreuungsleistung gegenüber Angehörigen haben, die ein Pflegegeld mindestens der Stufe 3 beziehen 
  • Personen, die Sterbebegleitung oder Begleitung von schwerstkranken Kindern leisten
  • Personen, die in einer zielstrebig verfolgten Erwerbs- oder Schulausbildung stehen (ein Studium zählt hier nicht dazu)

So viel Geld bekommen Sie

  • Die Bedarfsorientierte Mindestsicherung besteht aus 2 Teilen: maximal 664,10 € zur Deckung des Lebensunterhalts und 221,36 € Wohnkostenanteil pro Monat. Zusammen sind das 885,47 €.

  • Personen in Lebensgemeinschaften bekommen den 1,5-fachen Betrag: 1.328,21 €.

  • Für Kinder gibt es in Wien jeweils 239,08 €. 

  • Personen zwischen 18 und 25 Jahren, die beschäftigt sind, sich in Ausbildung, Schule oder Kursmaßnahmen befinden, haben Anspruch auf eine höhere Leistung, als gleichaltrige Personen, für die das nicht zutrifft.

  • Einkommen, Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Unterhaltszahlungen, Pensionen u. ä. werden jeweils angerechnet und reduzieren den Anspruch. 

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Mindestsicherung zurückzahlen?

Wer den (Wieder-) Einstieg ins Berufsleben schafft. muss die vorher bezogene Mindestsicherung nicht zurückzahlen.

Mindestsicherung & Krankenversicherung

Personen, die Mindestsicherung beziehen, sind krankenversichert. Sie bekommen eine E-Card und sind rezeptgebührenbefreit.

Mindestsicherung trotz Arbeitslosengeld/Notstandshilfe

Wenn der Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe niedriger ist als die Mindeststandards der Bedarfsorientierten Mindestsicherung und kein relevantes Vermögen vorhanden ist, kann eine ergänzende Mindestsicherungsleistung bezogen werden.

Wo Sie die Mindestsicherung beantragen können

Für Informationen, Berechnung und Antragstellung wenden Sie sich in Wien an die Servicestelle der MA 40 unter +43 1 4000 8040.

Sie haben noch Fragen? 

Für weiterführende Fragen zur Wiener Mindestsicherung bietet die Sozialberatung Wien persönliche Beratung an. Bitte vereinbaren Sie einen Termin unter www.sozialberatungwien.at

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