19.2.2018
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Sozialpartner und IV wollen Kindergarten und Co. weiterentwickeln

Kinderbetreuung ist ein wichtiges Zukunftsthema, darin sind sich die Sozialpartner und die Industriellenvereinigung einig. Es geht dabei nicht nur um Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Frauenerwerbstätigkeit, sondern vor allem auch um Fragen der Bildung und Chancengerechtigkeit. In den vergangenen Jahren wurden positive Schritte gesetzt. Dennoch ist der Reformbedarf erheblich. Die Sozialpartner und die IV haben daher bereits 2015 ein 10 Punkte-Programm zur „Zukunft der Elementarbildung in Österreich“ erarbeitet, das nunmehr aktualisiert wurde:

1. Elementarbildung in Bundeskompetenz

Eine massive Kompetenzzersplitterung führt dazu, dass es keine bundesweit einheitlichen Rahmenbedingungen für elementare Einrichtungen gibt. Einer Kompetenzverlagerung zum Bund in Hinblick auf Struktur- und Organisationsfragen ist daher unerlässlich. Der Bund (Bildungsressort) muss seine Verantwortung vor allem hinsichtlich der Gesetzgebung wahrnehmen, wie das in fast allen EU-Staaten die Regel ist. Die Sozialpartner und die IV fordern auch ein zweites verpflichtendes und kostenfreies Kindergartenjahr.  

2. Ein Bundesrahmengesetz für elementare Bildungseinrichtungen

Ein Österreichweites Bundesrahmengesetz mit einheitlichen und verbindlichen Standards auf hohem Niveau regelt u.a. den Bildungsplan für Null- bis Sechsjährige, die Aus- und Fortbildung des Personals, die Kinderanzahl pro Gruppe und den Fachkraft-Kind Schlüssel, räumliche Erfordernisse und Ausstattung, Öffnungszeiten und Elternbeiträge. Dieses Bundesrahmengesetz soll auch Tageseltern umfassen.  

3. Flächendeckendes Angebot mit umfassenden Öffnungszeiten

Ziel ist ein flächendeckendes Angebot auch bei den Unter-3-Jährigen, sowie eine Ausweitung der Öffnungszeiten in den Elementareinrichtungen. Für die Eltern der betreuten Kinder muss eine ganzjährige Vollzeitbeschäftigung möglich sein, inklusive zusätzlicher Betreuungsangebote für Randzeiten.  

4. Nachhaltige Finanzierung der Elementarbildung

Eine Verknüpfung der Mittel mit der Leistungserbringung ist notwendig. In einem ersten Schritt sollen Gemeinden künftig fixe Zuschüsse für jedes betreute Kind erhalten. Diese Zuschüsse sollen nach Alter und Förderbedarfen der Kinder gestaffelt werden, die Öffnungszeiten werden ebenfalls berücksichtigt.  

5. Qualifizierungsschub in der Ausbildung

Die Sozialpartner/IV sind für eine Anhebung des gesamten Ausbildungsniveaus auf mehreren Ebenen durch eine einheitliche und bessere Ausbildung der unterstützenden Kräfte, eine Neuausrichtung der BAFEP als BMHS sowie die schrittweise Tertiärisierung für Elementar- und HortpädagogInnen. Eine Anhebung der Entlohnung auch im Hinblick auf Höherqualifizierung ist für alle MitarbeiterInnen in diesem Bereich erforderlich.  

Weitere Punkte in dem Programm sind die Förderung des ganzheitlichen Lernens, mehr Diversität bei den Beschäftigten, ein Übergang in die Schule ohne “Brüche”, die systematische Qualitätssicherung sowie der Ausbau und die Stärkung der Elternarbeit.  

Mit dem vorliegenden 10 Punkte Programm zur Zukunft der Elementarbildung in Österreich kann ein entscheidender Beitrag für die chancengerechte Entwicklung aller Kinder in Österreich geleistet werden. Zudem ist eine flächendeckende, umfassende und qualitätsvolle Kinderbetreuung und –bildung eine unverzichtbare Voraussetzung für die tatsächliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt.  

AK Umfrage zum 12-Stunden-Arbeitstag

Die AK hat eine Umfrage zum 12-Stunden-Tag durchgeführt, die großes Echo ausgelöst hat: 17.711 Personen nahmen teil. Die Detailauswertung liegt vor.

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Kollektivverträge bringen Vorteile für Familien

Die Kollektivverträge regeln weit mehr als Löhne und Gehälter. Vieles davon kommt besonders Familien zugute.

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