12.01.2018
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Migration und Mehrsprachigkeit

Die Studie „Migration und Mehrsprachigkeit“ wurde als Reaktion auf zwei Beobachtungen initiiert. Zum einen fokussiert die öffentliche Diskussion über Migration und Schule auf Familien mit Migrationshintergrund, zum anderen beherrschen verzerrende Durchschnittswerte (zB Kategorie „SchülerIn mit Migrationshintergrund“) die öffentliche Debatte. Sowohl bei zugewanderten Familien, als auch bei den Durchschnittswerten der SchülerInnen mit Migrationshintergrund stehen negative Zuschreibungen im Vordergrund und eine Analyse über Zusammenhänge fehlt. Im Auftrag von AK Wien, ÖGB, WKÖ, Industriellenvereinigung, Rotem Kreuz, Caritas Wien und Österreich sowie des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs untersucht die Studie, durchgeführt von Dr. B. Herzog-Punzenberger, Johannes Kepler Universität Linz, erstmals das Potenzial der Datensätze der Bildungsstandards-Erhebungen, konkret die Daten der Standardüberprüfung Mathematik, 8. Schulstufe (BIST 2012). Damit kann ein feineres Bild der Vielfalt in Österreichs Kindergärten und Schulen gezeichnet werden.

Ziele der Studie

  • Aufzeigen der Vielfalt in den Schulen und der Gesellschaft: sprachliche, kulturelle und soziale Vielfalt der SchülerInnen, ihrer Familien und der Schulen; Vielfalt der institutionellen und organisatorischen Kontextbedingungen.

  • Aufbrechen von Stereotypen: differenzierte Darstellung der unterschiedlichen Herkunfts- und Sprachgruppen nach sozialer Schicht, Genderdifferenzen und Anwesenheitsdauer; Orientierung an einem Zugang, der Polarisierungen aufbricht, Stereotypen in Frage stellt und Widersprüche sichtbar macht.

  • Handlungsgrundlage für bildungspolitische AkteurInnen: Unterstützung bei Steuerungsaufgaben; Anstoßen bzw. unterstützen von Reformen, die der optimalen Förderung der in den österreichischen Schulen vorhandenen Potenziale dienen; Aufzeigen der Notwendigkeit von interkultureller bzw. Pluralitätskompetenz an jedem Schulstandort.
     
  • Information für die breite Fachöffentlichkeit: Nutzen der Befunde in der Stadtteilarbeit, in Bildungsverbünden oder als Anstoß für die Diskussion um kooperative Elternarbeit von Schulen mit Hilfe von Migrantenorganisationen; Offenlegung regionaler Unterschiede und ansprechen von Handlungsspielräumen vor Ort (Bundesländer, Bezirke, Gemeinden, Schulstandorte). 

Studienergebnisse

Die konkreten Studienergebnisse werden in 7 sogenannten „Policy Briefs“ diskutiert und veröffentlicht. Jeder Policy Brief enthält thematische Ergebnisse aus den BIST Daten für Österreich, internationale Forschungsergebnisse sowie statistisch abgesicherte Good-Practice Beispiele.

Hier geht's zur Einleitung zu den Policy Briefs.

Unseren Maßnahmenkatalog finden sie hier.

TIPP
  • Projektwebseite der Studienautorin Dr. Herzog-Punzenberger inkl. weiterführender Analysen
  • Rückblick auf die Veranstaltung „Fit für die Vielfalt? Qualität und Mehrsprachigkeit im Kindergarten“ 
  • Rückblick auf die Veranstaltung „Migration und Mehrsprachigkeit. Die Vielfalt an Österreichs Schulen“


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