26.1.2017

Lernstress

680.000 Kinder in ganz Österreich brauchen Hilfe ihrer Eltern beim Lernen. Bei ihnen kontrollieren die Mütter oder die Väter nach der Arbeit die Hausübungen, und sie lernen mit ihnen für Prüfungen und Schularbeiten. Am häufigsten lernen Eltern nach wie vor mit Volksschulkindern, aber auch noch in der Oberstufe. Für berufstätige Eltern ist dies eine große Belastung. Doch es gibt Hilfe und Möglichkeiten, das Lernen gut und kostenlos bzw. kostengünstig zu organisieren.

Projekt Nachhilfe 2.0

Im Schuljahr 2014/15 startete in Wien das kostenlose Projekt Nachhilfe 2.0, initiiert von der Stadt Wien, an dem im letzten Schuljahr 15.000 Volksschulkinder und 10.800 SchülerInnen der Neuen Mittelschulen und der Gymnasien teilnahmen. Dadurch hat sich in Wien der Wunsch nach bezahlter Nachhilfe für Volksschulkinder halbiert. Und in den Wiener Volksschulen und den Wiener Neuen Mittelschulen ist der Anteil der Kinder, die unbezahlte Nachhilfe bekommen, gestiegen (VS: von 4% auf 6 %, NMS: von 7% auf 10%).

In Ganztagsschulen werden die Lern- und Freizeiteinheiten über den Tag verteilt. Außerdem gibt es Lernhilfen in den Nachbarschafts- oder Jugendzentren in verschiedenen Grätzeln in Wien.

TutorInnenprojekte in Gymnasien

Weiters gibt es beispielsweise sogenannte TutorInnenprojekte in Gymnasien: SchülerInnen aus der Oberstufe helfen SchülerInnen in der Unterstufe. In der Schule Ihres Kindes gibt es so etwas nicht? Finden Sie sich nicht damit ab. Reden Sie mit Ihrer ElternvertreterIn oder mit der SchülerInnenvertretung. In den Sprachen und in Mathematik sollte auch die Schule Förderkurse anbieten. Fragen Sie nach! Das könnte vor allem der Elternverein in Ihrer Schule machen.