Ein junger Mann mit Weste zieht ein Schreiben aus einem geöffneten Kurvert. © Pixel-Shot, stock.adobe.com
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Kündig­ung bei freien Dienst­nehmer­:innen

Auch bei freien Dienstverträgen gibt es Kündigungsfristen – egal, ob Sie selbst kündigen oder sich Ihre Dienstgeberin oder Ihr Dienstgeber von Ihnen trennen will.

Kündigungsfrist

Auch bei freien Dienstverhältnissen muss eine Kündigungsfrist eingehalten werden. Das heißt, zwischen Ausspruch oder schriftlicher Übermittlung der Kündigung und dem letzten Arbeitstag muss eine bestimmte Zeit liegen. Wie lang die Kündigungsfrist ist, hängt von der individuellen Vereinbarung ab. Diese muss im Dienstzettel vermerkt sein.

Was gilt, wenn keine Kündigungsfristen und -termine vereinbart wurden?

Wurden keine Kündigungsfristen und Kündigungstermine vereinbart, können  freie Dienstnehmer:innen jeweils zum Monatsletzten (=Kündigungstermin) kündigen und müssen eine einmonatige Kündigungsfrist einhalten.

Wann ist die Kündigung gültig?

Die Kündigungsfrist beginnt zu laufen, wenn die Kündigung dem Dienstgeber oder der Dienstgeberin zugegangen ist – das heißt, wenn Sie ihm oder ihr gesagt haben, dass Sie kündigen; oder wenn die Dienstgeberin oder der Dienstgeber Ihr Kündigungsschreiben erhält.

Tipps für Selbstkündigung

  • Kündigen Sie schriftlich – aus Beweisgründen! 
    Lassen Sie sich das Datum der Übergabe auf einer zweiten Ausfertigung bestätigen, falls Sie das Kündigungsschreiben persönlich überbringen.
     
  • Dauer des Postwegs berücksichtigen! 
    Wenn Sie die Kündigung mit der Post schicken, ist die Kündigung nicht mit dem Absenden wirksam, sondern mit dem Tag, an dem der Brief beim Dienstgeber oder der Dienstgeberin einlangt.  

Tipp

Eine Kündigung sollten Sie immer beweisen können. Spricht Ihre Dienstgeberin oder Ihr Dienstgeber die Kündigung mündlich aus und gibt Ihnen keine schriftliche Bestätigung, sollten Sie - aus Beweisgründen - unbedingt schriftlich festhalten, wann und von wem die Kündigung ausgesprochen wurde. Ebenso sollten Sie notieren, welcher Kündigungstermin Ihnen genannt wurde. Dann kann Ihnen nicht vorgeworfen werden, dass Sie keine Dienstleistungen mehr erbracht haben.

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