Freundliche Empfangsdamen an der Rezeption © contrastwerkstatt, stock.adobe.com
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77. Treffpunkt SVP Aktuell: „Wa(h)re Gefühle und Emotionen in der Arbeit?“ 

Die Arbeitswelt ändert sich laufend und die Anforderungen an die Arbeitnehmer:innen steigen. Ein Aspekt, der wenig Aufmerksamkeit bekommt, ist das Thema Emotions- und Gefühlsarbeit. So ist die Devise in vielen Dienstleistungsberufen „stets freundlich und zuvorkommend zu sein“ und ein „Lächeln auf den Lippen zu tragen“ – auch dann, wenn einem gerade zum Weinen zumute oder einem gar nicht danach ist. Betriebliche Regeln geben vor, welcher Gefühlsausdruck gegenüber Kund:innen, Gästen oder Klient:innen gezeigt werden soll. Die gesamte Veranstaltung können sie hier in voller Länge nachsehen: 


Die Psyche als Arbeitsmittel

Welche Anforderungen das „Arbeitsmittel Psyche“ tagtäglich erfüllen muss, zeigt sich gut aus den unterschiedlichen Stellenanzeigen aber auch bei Bewerbungsgesprächen. Was umfassen nun die Begriffe Emotions- und Gefühlsarbeit überhaupt? Welche Auswirkungen hat dies auf uns? Welche Möglichkeiten haben Arbeitgeber:innen, die Arbeitsbedingungen positiv zu beeinflussen? Fragen, die beantwortet werden wollen. 

Zur Präsentation von Dr. Peter Hoffmann, Klinischer Psychologe und Gesundheitspsychologe

Handel: Arbeiten unter Freundlichkeitsdruck

Bitte lächeln! So sollen Arbeitnehmer:innen den ganzen Tag über Kund:innen im Geschäft bedienen. Eine Bertriebsratsvorsitzende ermöglicht einen Blick auf die psychische Gesundheit im Handel und setzt sich mit arbeitsbezogenen Emotionen und der Interaktion von Menschen auseinander. 

Was bewahrt einen „Fels in der Brandung“ vor dem Umkippen?

Das BBRZ begleitet arbeitslose Menschen bei der Wiedereingliederung ins Berufsleben. Die Beschäftigten arbeiten mit den Kund:innen an ihren psychischen oder körperlichen Hindernissen im Berufsleben.

Diese tägliche Arbeit mit multiplen individuellen Belastungen fordert unsere Kolleg:innen emotional, psychisch und auch körperlich. Umgang mit Krankheit, Druck, negative Einstellungen, Ungerechtigkeitsempfindungen, Verzweiflung, Frustration sind normale Themen, die in der täglichen Arbeit der Begleitung oft zum Vorschein kommen. Die Betriebsratsvorsitzende berichtet aus dem Alltag der Beratung. 

Die Veranstaltung gab einen Überblick zu den psychischen Anforderungen von Gefühls- und Emotionsarbeit am Arbeitsplatz. Weiters wurden Möglichkeiten für die Prävention und der Handlungsbedarf bezüglich gesetzlicher Schutzmaßnahmen aufgezeigt. 

Zur Präsentation von Mag.a Heike Auinger, Betriebsratsvorsitzende und Psychologin