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Tourismus in Wien

Ungeachtet wirtschaftlicher Krisen verzeichnet der internationale Tourismus seit vielen Jahren hohe Wachstumsraten: Seit 1995 stieg die Zahl der Ankünfte von Touristen weltweit um rund 4,1% jährlich, nach der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 beschleunigte sich das Wachstum auf 4,9% pro Jahr. Städte gehören dabei zu jenen Destinationen, die besonders viele Besucher anziehen: So wurden in den letzten fünf Jahren in europäischen Städten jährlich 6,2% mehr Nächtigungen verzeichnet, im Vergleich dazu lag das Nächtigungswachstum für die 28 Länder der Europäischen Union im selben Zeitraum nur bei 4,3% pro Jahr.

In Österreich ist das „Stadt-Land“-Gefälle im Tourismus noch deutlicher erkennbar: Seit vielen Jahren steigen Ankünfte und Nächtigungen in Wien weitaus schneller als dies in anderen österreichischen Tourismusregionen der Fall ist. Betrug das Nächtigungsplus in Wien zwischen 2009 und 2014 6,6% pro Jahr, so nahmen in allen anderen Bundesländern die Nächtigungen lediglich um 0,7% jährlich zu.

Verbunden mit dem Zustrom an Besuchern aus aller Welt sind wirtschaftliche Vorteile, die neben der Gastronomie und dem Beherbergungswesen als Kernbereiche der Tourismuswirtschaft auch andere Branchen wie etwa die Kultur- und Freizeitindustrie oder die Transportwirtschaft betreffen und letztlich über indirekte Effekte eine Multiplikatorwirkung auf das Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum ausüben. Gerade in Städten, die als klassische Industriestandorte zunehmend an Bedeutung verlieren, ist der Tourismus damit zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden. Dementsprechend groß sind auch die Bemühungen seitens der Wirtschafts- und Tourismuspolitik, im Wettbewerb mit anderen internationalen Destinationen zu bestehen und von der andauernden, weltweiten Expansion des touristischen Reiseverkehrs zu profitieren.

Im ersten Beitrag wird anhand einer rein deskriptiven statistischen Analyse die Struktur und Entwicklung im Wiener Tourismus dargestellt. Diese umfasst u.a. die Veränderungen von Nächtigungen, Ankünften und Aufenthaltsdauer für alle Gästegruppen sowie für Gäste aus verschiedenen Herkunftsländern und nach Unterkunftsarten.

Im dritten Beitrag werden die Ergebnisse einer Sonderauswertung des Österreichischen Arbeitsklima Index für die Beschäftigten in den Wirtschaftsklassen Hotellerie und Gastronomie mit Wohnort Wien dargestellt. Dieser gilt als relevante Messmarke der Arbeitsbedingungen und Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten auf der Mikroebene. Neben den Strukturmerkmalen werden die Ausprägungen des Arbeitsklima Index in seinen verschiedenen Aspekten sowie eine Reihe von Detailergebnissen zu spezifischen Fragestellungen dargestellt und erläutert.

Inhalt des zweiten Beitrages ist die Untersuchung der verfügbaren und von den Wiener Tourismusunternehmen genutzten Unternehmensförderungen, die neben einer Beschreibung der Förderinstrumente verschiedener Institutionen auch eine deskriptive statistische Analyse der in der Vergangenheit gewährten Fördermittel, umfasst. Qualitative und quantitative Informationen dienen in der Folge einer ersten, groben Bewertung des bestehenden Fördersystems. Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Tourismusaufwendungen und der daraus generierten direkten Wertschöpfungseffekte in Wien wird auf der Basis des Tourismus-Satellitenkontos dargestellt und mit den Ergebnissen für Österreich insgesamt verglichen.


Art der Publikation Studie
Datum / Jahr Oktober 2017
Erscheinungsort Wien
HerausgeberIn Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien
AutorIn Josef Schmee, Kai Biehl
Seitenzahl 87 S.
ISBN 978-3-7063-0695-9

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