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Gewerkschaften und nachhaltige Mobilität

Aus Sicht der ArbeitnehmerInneninteressenvertretung ist Mobilität kein Selbstzweck, sondern dient als Mittel zur Erfüllung dahinter liegender Grundbedürfnisse. Wer nicht mobil ist, kann am sozialen und öffentlichen Leben kaum teilnehmen. Neben der Frage der Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes geht es auch um soziale Kontakte, Nahversorgung, Bildung, Erholung und um Lebensqualität. Daraus ergibt sich das besondere Interesse der Gewerkschaften an leistbarer Mobilität für alle und der Betonung des Öffentlichen Verkehrs als wichtiger Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge, wobei der Fokus der Gewerkschaften immer auch auf den Arbeitsbedingungen und Arbeitsplätzen der Beschäftigten im Verkehrssektor liegt.

Angesichts der sich ändernden nationalen und internationalen Rahmenbedingungen, die einerseits die Liberalisierung aller Verkehrsdienstleistungen bzw des gesamten Verkehrssektors vorantreiben und die Rolle des Staates in der Daseinsvorsorge einschränken, und andererseits eine Ökologisierung des Verkehrs und damit eine völlige Neuorientierung einer auf fossilen Energieträgern basierenden Wirtschaftsweise erfordern ohne soziale Konsequenzen für die betroffenen ArbeitnehmerInnen einerseits und jene Bevölkerungsschichten, für die alternative Mobilitätsarten entweder nicht verfügbar oder nicht leistbar sind, zu bedenken oder Lösungen dafür anzubieten, haben sich auch die Herausforderungen für die ArbeitnehmerInneninteressenvertretung massiv verändert.

Die Studie macht deutlich, dass sich die österreichischen Gewerkschaften dieses Wandels zwar bewusst sind und mittlerweile eine zumindest implizit nachhaltige Mobilitätspolitik verfolgen. Aber sie zeigt auch, dass für die Zukunft ein Begriff von Mobilität erforderlich ist, der die soziale und die ökologische Dimension noch besser zusammenführt.


Art der Publikation Studie
Datum / Jahr 2016
Erscheinungsort Wien
HerausgeberIn Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien, Abteilung Umwelt und Verkehr
AutorIn Astrid Segert
Seitenzahl 77 S.
ISBN 978-3-7063-0672-0

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