4.2.2019

Kranke Arbeitsbedingungen – Arbeitsbedingte Erkrankungen!

69. Treff­punkt SVP Aktuell

Arbeitsbedingte Erkrankungen sind Erkrankungen, bei denen die Arbeitswelt als verursachender oder als verschlimmernder Faktor eine entscheidende Rolle spielt. Häufig handelt es sich dabei um Muskel- und Skeletterkrankungen, Atemwegserkrankungen oder psychische Erkrankungen. Bereits etwa die Hälfte aller Erkrankungen sind arbeitsbedingt oder arbeitsassoziiert. Sie nehmen zu und belasten durch hohe Kosten unser Gesundheitssystem. Die Ursachen arbeitsbedingter Erkrankungen sind komplex und vielfältig, weshalb die betriebliche Prävention massiv ausgebaut werden muss. Wir wollen daher einen Überblick über dieses Themenfeld geben. 

Krebsgefahr am Arbeitsplatz – Prävention hat Priorität

Krebserkrankungen sind oftmals das Ergebnis einer jahrelangen oder sogar über Jahrzehnte langen Exposition von krebserzeugenden Arbeitsstoffen. Diese Arbeitsstoffe stellen eine massive und teilweise unterschätzte Bedrohung für die Gesundheit der ArbeitnehmerInnen dar. EU-weit sterben jährlich etwa 100.000 Menschen und in Österreich 1.820 Menschen an arbeitsbedingten Krebserkrankungen. Die Erkennung dieser Gefahren und die verstärkte Prävention vor solchen Krebsrisiken sind besonders wichtig. 

Muskel- und Skeletterkrankungen – eine zeitlose Herausforderung

Muskel- und Skeletterkrankungen sind kein Ergebnis einer vergangenen Arbeitswelt, sondern stellen nach wie vor ein enormes Problem dar. Innerhalb der EU klagen ein Viertel der ArbeitnehmerInnen über Rücken- und Muskel­schmerzen. Ergonomische Erkenntnisse, welche seit Jahrzehnten bekannt sind, werden in der Praxis nur schleppend umgesetzt. Was kann getan werden? 

Arbeitsbedingte psychische Erkrankungen und Forderungen für eine moderne Arbeitswelt

Überlange Arbeitszeiten, steigender Druck, ständige Erreichbarkeit und andere arbeitsbedingte Gefahren machen krank. Psychische Erkrankungen sind oft die Folge dieses gesundheitlichen Raubbaus. Welche Auswirkungen haben arbeits­bedingte psychische Erkrankungen und was bedeutet das für Be­troffene, Arbeit­geber­Innen und Volkswirtschaft? Klar ist, was für die Prä­vention psychischer Erkrankungen erforderlich ist, gilt auch für andere Bereiche der Arbeitswelt. Es bedarf dringend eines zeitgemäßen Arbeit­nehmer­Innen­schutz am Puls der Zeit. ­

Die Veranstaltung ermöglichte einen Überblick über arbeitsbedingte Er­krankungen und die Notwendigkeit zeitgemäßer betrieblicher Prävention sowie wirkungsvoller gesetzlicher Vorgaben.

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