Abzocke bei Urlaubs-Mietautos
In der AK Konsument:innenberatung häufen sich Beschwerden zu Mietwagenfirmen – Tendenz steigend! Konsument:innen klagen über angebliche Schäden, doppelte Verrechnungen, undurchsichtige Strafgebühren & Co. Wer alles dokumentiert, Bewertungen checkt und bei Problemen rasch handelt, kann sich viel Ärger und unnötige Kosten ersparen.
Beschwerden nehmen zu
Endlich Urlaub und dann Ärger mit dem Leihauto: Herr S. mietete nur für fünf Tage ein Auto – am Ende bekam er eine saftige Forderung von 260 Euro. Er sollte für einen Kratzer zahlen – den hatte er aber nachweislich gar nicht verursacht. Das Mietwagenunternehmen zeigte sich zunächst nicht einsichtig und verwies auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Dort sei alles geregelt, für Rechtsmittel gebe es „keinen Raum“. Herr S. wandte sich an die AK Konsument:innenberatung. Erst nach Einschalten der AK wurde die Forderung storniert.
„Das ist leider kein Einzelfall“, sagen die AK Konsument:innenberater. „Beschwerden über Mietwagenfirmen – nicht nur im Urlaubsort, sondern auch im Inland – häufig sich derzeit in unserer Beratung. Immer öfter berichten Konsumentinnen und Konsumenten von fragwürdigen Abbuchungen und undurchsichtigen Gebühren.“
Die häufigsten Ärgernisse
- Vermeintliche Schäden: Tage nach der Rückgabe werden plötzlich hunderte Euro für vermeintliche Kratzer, starke Verschmutzung oder sogar ausgelöste Rauchmelder verrechnet – selbst bei Nichtrauchern.
- Undurchsichtige Strafgebühren: Leihautounternehmen verlangen mehr als 100 Euro für angebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen – kein Beleg, kein Ort, kein Datum.
- Versteckte Auslandszuschläge: Es werden hohe Pauschalen für Fahrten über die Grenze verrechnet, die bei der Buchung oft nicht klar ausgewiesen werden.
- No-Show-Falle: Wer das Auto verspätet abholt, verliert mitunter Fahrzeug und Geld. Gerade im Ausland werden diese Klauseln streng angewendet.
- Doppelte Versicherungen: Obwohl bereits online Konsument:innen eine Versicherung abgeschlossen haben, wird bei der Abholung oft eine weitere als angeblich unverzichtbar verkauft.
Mietauto-Falle: So können Sie sich schützen
- Bewertungen checken: Lesen Sie Bewertungen nicht nur auf Buchungsplattformen, sondern vergleichen Sie Rezensionen auch auf Google und anderen Portalen. Oft ist es besser, direkt beim Anbieter zu buchen und nicht über die Plattform.
- Alles dokumentieren: Dokumentieren Sie das Fahrzeug bei der Übernahme und Rückgabe mit Fotos und Videos samt Zeitstempel und schreiben Sie alle Vorschäden im Protokoll auf.
- AK hilft: Bei unerwarteten Abbuchungen kontaktieren Sie rasch die AK Konsument:innenberatungen.
Hier finden Sie Ihre zuständige AK. Die Arbeiterkammern unterstützen kostenlos bei der Prüfung der Forderung.
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