Umschuldung

Eine Umschuldung lohnt sich, wenn die Ersparnis durch einen günstigeren Kredit höher ist als die Kosten für den Kreditwechsel. Vergleichen Sie daher nicht nur den Zinssatz, sondern vor allem den effektiven Jahreszinssatz und die Gesamtbelastung. Diese Werte berücksichtigen sämtliche Zinsen und Gebühren und ermöglichen einen realistischen Kostenvergleich.

So gehen Sie vor

  1. Holen Sie mehrere Kreditangebote ein.
  2. Vergleichen Sie den effektiven Jahreszinssatz und die Gesamtbelastung.
  3. Prüfen Sie, welche Kosten bei der Ablösung Ihres bestehenden Kredits entstehen.
  4. Lassen Sie sich von der neuen Bank einen vollständigen Kreditkosten-Voranschlag bzw. Vertragsentwurf aushändigen.

Mögliche Kosten beachten

Vor einer vorzeitigen Kreditablösung sollten Sie Ihren bestehenden Kreditvertrag prüfen. Je nach Vertragsart kann eine Vorfälligkeitsentschädigung (Pönale) anfallen.

Bei Verbraucherkreditverträgen, die ab dem 11. Juni 2010 abgeschlossen wurden, beträgt diese grundsätzlich maximal 1 % des vorzeitig zurückgezahlten Betrags. Ausnahmen gelten unter anderem für bestimmte Immobilien- und Hypothekarkredite sowie Kredite mit vereinbarter Festzinsperiode.

Effektivzins oder Nominalzins?

Der Nominalzinssatz gibt ausschließlich die Verzinsung des Kreditbetrags an. Zusätzliche Kosten wie Bearbeitungsgebühren, Kontoführungsgebühren oder Versicherungen bleiben unberücksichtigt.

Der effektive Jahreszinssatz umfasst hingegen sämtliche verpflichtenden Kreditkosten und zeigt damit die tatsächliche finanzielle Belastung. Für den Vergleich verschiedener Kreditangebote ist daher immer der effektive Jahreszinssatz maßgeblich.

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