Mann berechnet Energiekosten
Mann berechnet Energiekosten © Andrey Popov, stock.adobe.com

Energie und Geld sparen – so senken Sie Ihre Haushaltskosten

Mit einfachen Maßnahmen können Sie Ihren Energieverbrauch deutlich reduzieren – und damit auch Ihre Kosten. Dafür müssen Sie weder neue Fenster einbauen noch Ihr Haus aufwendig sanieren. Schon kleine Veränderungen im Alltag helfen, Energie zu sparen und gleichzeitig die Umwelt zu schonen.

Tipps

Hier finden Sie den Folder „Strom sparen“ zum Downloaden und zum Blättern

Richtig heizen

Das Heizen verursacht den größten Teil des Energieverbrauchs im Haushalt – je nach Gebäude zwischen 50 und 80 Prozent. Hier lässt sich besonders viel sparen.

Mit Thermostatventilen oder Raumreglern können Sie die Temperatur in jedem Raum individuell einstellen. Räume, die Sie selten nutzen, können etwas kühler bleiben. Halten Sie außerdem die Türen geschlossen, damit sich die Wärme nicht unnötig verteilt.

Sind Sie tagsüber außer Haus, senken Sie die Raumtemperatur um etwa drei Grad. Drehen Sie die Heizung jedoch nicht vollständig ab – das spätere Wiederaufheizen verbraucht besonders viel Energie. Auch zwischen Tag- und Nachttemperatur sollten nicht mehr als drei Grad Unterschied liegen.

Tipp: Wenn der Heizkörper gluckert, sollte er entlüftet werden. Luft im Heizkörper verhindert, dass sich die Wärme gleichmäßig verteilt.

 

Heizkörper freihalten und Zugluft vermeiden

Undichte Fenster und Türen verursachen Wärmeverluste. Dichten Sie daher Fugen und Ritzen möglichst gut ab.

Achten Sie außerdem darauf, dass Heizkörper nicht durch Möbel oder lange Vorhänge verdeckt werden. Sofas, Schreibtische oder Vorhänge behindern die Wärmeabgabe und erhöhen den Energieverbrauch.

Weitere Tipps:

  • Vorhänge nachts schließen – der Luftpolster zwischen Fenster und Vorhang verringert den Wärmeverlust.
  • Heizkörper nicht als Wäschetrockner verwenden. Dadurch kann die Heizleistung deutlich sinken.
  • Rollläden oder Jalousien nachts schließen.
  • Für ausreichend Luftfeuchtigkeit sorgen, etwa mit Zimmerpflanzen. Trockene Luft wird oft als kühler empfunden.
 

Richtig lüften

Auch richtiges Lüften spart Heizkosten.

Am besten lüften Sie mehrmals täglich mit weit geöffneten Fenstern (Stoßlüften). Zwei- bis viermal täglich für fünf bis zehn Minuten reichen meist aus.

Je kälter es draußen ist, desto kürzer sollte gelüftet werden. Im Winter genügen oft vier bis sieben Minuten.

Wichtig:

  • Während des Lüftens die Heizkörper herunterdrehen.
  • Fenster nicht dauerhaft gekippt lassen. Das führt zu hohen Wärmeverlusten, ohne die Räume ausreichend zu lüften.
 

Strom sparen

Wer Strom sparen möchte, sollte zuerst die größten Stromverbraucher kennen. Mit einem Strommessgerät lässt sich der Verbrauch einzelner Geräte einfach überprüfen.

Bereits kleine Maßnahmen machen einen Unterschied:

  • LED-Lampen statt Glühbirnen verwenden.
  • Geräte nach Gebrauch vollständig ausschalten.
  • Ladegeräte ausstecken, wenn sie nicht benötigt werden.
  • Beim Neukauf auf eine hohe Energieeffizienz achten.

Stand-by vermeiden

Viele Geräte verbrauchen auch im Stand-by-Modus Strom. Dadurch entstehen pro Haushalt oft Kosten von rund 50 Euro oder mehr pro Jahr.

Abschaltbare Steckerleisten helfen dabei, mehrere Geräte gleichzeitig vollständig vom Stromnetz zu trennen – etwa Computer, Bildschirm und Drucker. Die Anschaffungskosten amortisieren sich meist innerhalb weniger Monate.

Vor längeren Abwesenheiten, etwa im Urlaub, sollten Fernseher und andere größere Elektrogeräte möglichst ausgesteckt werden.

 

Warmwasser sparen

Etwa zehn Prozent des Energieverbrauchs im Haushalt entfallen auf die Warmwasserbereitung. Mit einfachen Maßnahmen können Sie den Verbrauch deutlich senken.

Das hilft:

  • Duschen statt baden – Duschen benötigt rund 70 Prozent weniger Wasser.
  • Die Wassertemperatur des Boilers auf 55 bis 60 Grad einstellen.
  • Tropfende Wasserhähne rasch reparieren – sie können monatlich bis zu 170 Liter Wasser verschwenden.
  • Wasser beim Einseifen, Zähneputzen oder Rasieren abdrehen.
  • Geschirr nicht unter fließendem Wasser spülen.
  • Perlatoren an Wasserhähnen reduzieren den Wasserverbrauch, ohne den Komfort zu beeinträchtigen.
  • Durchflussbegrenzer an der Dusche sparen zusätzlich Wasser. Achtung: Sie sind nicht für drucklose Kleinspeicher geeignet.
 

Energiesparen in der Küche

Kühlschrank effizient nutzen

Der Kühlschrank zählt zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Er arbeitet am effizientesten, wenn er etwa zu zwei Dritteln gefüllt ist.

Außerdem gilt:

  • Warme Speisen erst abkühlen lassen.
  • Kühlschrank regelmäßig abtauen.

Beim Backen Umluft verwenden

Wenn möglich, nutzen Sie die Umluftfunktion. Sie benötigt gegenüber Ober- und Unterhitze deutlich weniger Energie.

Mit Deckel kochen

Kochen mit Deckel spart bis zu 40 Prozent Energie. Wasser kocht außerdem deutlich schneller.

Nutzen Sie auch die Restwärme: Schalten Sie Herdplatten einige Minuten vor Ende der Garzeit aus.

Geschirrspüler voll beladen

Lassen Sie den Geschirrspüler möglichst nur voll beladen laufen. Zwei halbvolle Spülgänge verbrauchen deutlich mehr Energie als ein voller.

 

Energiesparen im Bad

Die Waschmaschine verursacht rund fünf Prozent des Stromverbrauchs im Haushalt.

Für normal verschmutzte Wäsche reichen in den meisten Fällen 30 Grad. Niedrigere Waschtemperaturen sparen Strom und schonen gleichzeitig die Kleidung.

 

Klimaanlage: Geht es auch ohne?

Klimaanlagen verbrauchen viel Strom. Oft lässt sich die Wohnung auch ohne sie angenehm kühl halten.

So gelingt es:

  • Fenster tagsüber beschatten.
  • Fenster schließen, sobald es draußen wärmer ist als drinnen.
  • Früh morgens oder spät abends lüften.
  • Einen Ventilator nutzen – er benötigt deutlich weniger Strom als eine Klimaanlage.
 

Kurz zusammengefasst

Schon kleine Veränderungen im Alltag helfen, Energie und Geld zu sparen. Besonders beim Heizen, Lüften sowie beim Umgang mit Warmwasser und Elektrogeräten steckt großes Einsparpotenzial. Viele dieser Maßnahmen kosten wenig oder gar nichts und wirken sich gleichzeitig positiv auf Klima und Umwelt aus.


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