Repair Cafés: Schrauben statt wegwerfen!
Der Toaster streikt, der Laptop ist schwarz – kaputte Geräte landen oft im Müll. Eine Reparatur scheitert meist nicht an der Technik, sondern am Preis. Repair Cafés tragen zu einem bewussteren Alltag bei: Sie bringen kaputte Geräte wieder zum Laufen – und das kostenlos. Eine neue AK Studie zeigt, warum Repair Cafés so wichtig sind. Die Ergebnisse präsentierten bei einem Pressegespräch AK Expertin Nina Birkner-Tröger und die Studienautorin Maria Langsenlehner vom Umweltdachverband:
Bring’s mit – wir flicken’s
Repair Cafés sind offene Initiativen, die meist ehrenamtlich organisiert werden und in denen Menschen gemeinsam kaputte Alltagsgegenstände kostenlos reparieren. Eine AK Studie zeigt: 2024 gab es in Österreich 95 Repair-Café-Initiativen mit 863 Veranstaltungen an 227 Standorten, von 16.000 defekten Geräten wurden mehr als zwei Drittel erfolgreich repariert. Möglich machen das 1.900 Freiwillige, unterstützt von Gemeinden. Pro Veranstaltung wird am meisten in Salzburg und Tirol repariert.
Die stille Revolution der Repair Cafés
Repair Cafés gibt es in Österreich seit 2013. Die Idee stammt aus Amsterdam. Die lokal organisierten Initiativen retten Geräte, die sonst im Müll landen würden, sparen Ressourcen, vermeiden Müll und schaffen Begegnungen und Gemeinschaft. Repair Cafés tragen damit zu einer gelebten Kreislaufwirtschaft bei.
„Wo es Koordinationsstellen gibt, laufen Repair Cafés stabil – sie sparen Ressourcen, Geld und Müll. Wo nicht, stoßen Freiwillige schneller an ihre Grenzen“, betont die Studienautorin Maria Langsenlehner vom Umweltdachverband.
Repair Cafés brauchen Förderung
Die AK verlangt die Aufnahme von Repair Cafés in Umwelt-, Klima- und Energieförderprogramme sowie die Stärkung des Rechts auf Reparatur, zum Beispiel durch verpflichtende Ersatzteile und Reparaturinformationen.
AK Tipps fürs Reparieren
- Geräte-Retter-Prämie nutzen: Seit Jänner gibt es die Geräte-Retter-Prämie – früher Reparaturbonus – für Reparaturen von Elektro- und Elektronikgeräten aus privaten Haushalten, etwa Computer, Bohrmaschinen, Waschmaschinen und Co. Sie bekommen maximal 130 Euro – 50 Prozent der Kosten für eine Reparatur und maximal 30 Euro – 50 Prozent der Kosten für einen Kostenvoranschlag. Beantragen können Sie sie unter www.geräte-retter-prämie.at
- Repair Cafés checken: Informieren Sie sich, wo es in Ihrer Nähe Repair Cafés gibt. Auf der Website www.repaircafes.at finden Sie alle nötigen Infos für Reparaturen und zum Mitmachen.
- Reparatur einfordern: Künftig werden immer mehr Geräte einen Reparaturindex aufweisen (wie jetzt schon bei Smartphones). Achten Sie beim Neukauf auf die Reparierbarkeit des Gerätes oder fragen Sie gezielt nach, etwa ob und wie lange Ersatzteile verfügbar sind.
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