Ver­spät­ung bei der Liefer­ung

Wenn der Unternehmer Sie hängen lässt und nicht zum vereinbarten Zeit­punkt liefert oder die gewünscht Leistung erbringt, müssen Sie das als KonsumentIn nicht einfach hinnehmen.

Sie können aber nicht sofort aus dem Vertrag aussteigen, sondern müssen

  • dem Unternehmer schriftlich eine angemessene Nachfrist (z.B. 14 Tage) setz­en und
  • gleichzeitig erklären, dass Sie vom Vertrag zurücktreten, wenn Sie bis dahin Ihre Bestellung oder die beauftragte Leistung nicht bekommen.
  • Ist die Frist ergebnislos verstrichen, müssen Sie die spätere Erfüllung des Ver­trags nicht mehr akzeptieren. Bereits geleistete Zahlungen müssen Sie zu­rückbekommen.
  • Ist im Vertrag (Geschäftsbedingungen) die Dauer der Nachfrist nicht ver­ein­bart, kann in der Regel eine Frist von 1 bis 3 Wochen gesetzt werden.

Tipp

Aus Beweisgründen sollten Sie diesen Brief eingeschrieben schicken. Bewahren Sie den Einschreibezettel der Post und eine Kopie des Brief­es gut auf.

Schadenersatz

Hat der Unternehmer den Verzug verschuldet, können Sie darüber hinaus auch Schadenersatz verlangen. Ersetzt wird allerdings nur ein materieller Schaden. Für verlorene Freizeit oder Urlaubstage gibt es keinen Ersatz. Zum Beispiel: Die Firma hat die Bestellung vergessen oder einen größeren Auftrag vorgezogen und deshalb den Lieferverzug verursacht.

Tipp

Vereinbaren Sie schon bei Vertragsabschluss mit dem Unternehmer einen pauschalierten Schadenersatz für den Fall des Lieferverzugs (z.B. “Bei verspäteter Lieferung gilt: 5 % Preisabzug je angefangener Woche“).