verzweifelte junge Frau am Schreibtisch vor dem Laptop © Wayhome-Studio, stock.adobe.com
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Betrug mit Wohnungen im Internet

Vorsicht! Im Internet boomen unseriöse Immobilien-Angebote. MieterInnen sollen im Voraus zahlen, aber den Wohnungsschlüssel sehen sie nie. Ihr Geld ist für immer verloren.

Hände weg, wenn Sie vor der Besichtigung zahlen müssen

Das Wohnungs-Inserat auf der Internetplattform klingt attraktiv. Es ist fast zu schön, um wahr zu sein. Interessierte sind zwar oft misstrauisch wegen des geringen Mietzinses, aber weil Wien ein teures Pflaster ist, melden sich viele dennoch bei den angegebenen anonymen (Hotmail- oder gmx-)Adressen des möglichen Vermieters.

Dieser reagiert auch prompt und behauptet, er schreibe aus dem Ausland. Er erzählt nachvollziehbar eine erlogene Geschichte. Zum Beispiel, dass er dort überraschend einen Job antreten musste und aus diesem Grund jemanden suche, der seine Wohnung für mindestens drei Jahre mietet.

Sie müssten nur die Kaution in der Höhe von zwei Monatsmieten ins Ausland überweisen. Er würde ihnen dann die Schlüssel senden. Sollte die Wohnung nicht gefallen, würden Sie Ihr Geld wieder zurückgezahlt erhalten.

Beispiel eines gefakten Inserats

70 Quadratmeter voll möbliert im sechsten Bezirk nahe der Mariahilfer Straße, unbefristeter Mietvertrag mit einer monatlichen Miete von 510 Euro inklusive Hausbetriebs- und Heizungskosten; inkl. Strom und Internet. Ledersofa, Designerküche und Traumbad sind abgebildet. 

Die Masche

Die Masche ist immer die gleiche: Offensichtlich sollen Wohnungssuchende mit Schnäppchenpreisen und Topausstattung bewogen werden, leichtfertig einen höheren Geldbetrag im Voraus zu überweisen. Und das, ohne die Wohnung gesehen zu haben.

Die angeblichen Besitzer geben an, im Ausland zu sein (oft Großbritannien, Italien, Spanien oder Skandinavien) und deshalb nicht persönlich zur Besichtigung erscheinen zu können. Sie fordern Sie per E-Mail auf, einen Geldbetrag per DHL, Western Union, etc. zu zahlen. Dann gäbe es den Schlüssel zur Wohnung per Post, nur den erhalten Sie nie.

Besonders gefinkelt und mies: Betrüger nutzen das Vertrauen vieler Menschen zu Airbnb aus. Wenn Sie sich für eine günstige Wohnung interessieren, werden Sie zu Anzahlungen „über eine seriöse Firma“ verleitet. Der von den Betrügern gesendete link führt Sie aber zu einer Phishing Seite, die sich in der Regel als die Onlineplattform airbnb.at ausgibt; die Seite ist aber gefälscht! Überweisen Sie, ist Ihr Geld für immer weg!

Darauf sollten Sie achten

  • Hände weg von Wohnungs-Angeboten, bei denen Sie schon vor einer Besichtigung zahlen müssen.
  • Gibt der vermeintliche Vermieter nur eine anonyme E-Mail -Adresse an, sollten bei Ihnen die Alarmglocken läuten.
  • Überweisen Sie niemals einen Geldbetrag für eine Wohnung, ohne wirklich zu wissen, mit wem Sie es zu tun haben. 
  • Im öffentlichen Grundbuch beim Bezirksgericht können Sie kontrollieren, ob jemand – der als Eigentümer einer zu vermietenden Wohnung auftritt - tatsächlich der Eigentümer ist. 

Das können Sie tun

Die Bekämpfung von Internet-Kriminalität ist ein Schwerpunkt der kriminalpolizeilichen Arbeit. Wenn Sie einen Verdacht auf Internet-Betrug haben, dann wenden Sie sich bitte auch an folgende Adresse:

Bundesministerium für Inneres
Bundeskriminalamt
Meldestelle Against Cybercrime
Josef Holaubek Platz 1 
A-1090 Wien
E-Mail: against-cybercrime@bmi.gv.at

Wenn Sie durch eine Straftat geschädigt wurden oder konkrete Hinweise auf einen Täter haben, können Sie die Straftat in jeder Polizeidienststelle zur Anzeige bringen. Die Erstattung einer Anzeige via Meldestelle ist derzeit leider noch nicht möglich!

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