Publikation

AK Policy Paper: Mitbestimmung 4.0

Rahmenbedingungen der Wirtschaft, insbesondere aber viele Arbeitsbedingungen, haben sich seit Inkrafttreten des Arbeitsverfassungsgesetzes (ArbVG) und seit der gesetzlichen Verankerung der Aufsichtsrats-Mitbestimmung stetig und auch tiefgreifend verändert. Derzeit wird gar von einer neuen Qualität einer industriellen Revolution unter dem Stichwort „Industrie 4.0“ gesprochen.

Bereits jetzt sind Trends in der betrieblichen und überbetrieblichen Praxis zu erkennen, die jedenfalls das Potenzial haben, durch die fortschreitende Digitalisierung von Arbeit, Wirtschaft und Gesellschaft weiter verstärkt zu werden. Es gilt einerseits die bestehenden Mitbestimmungsmöglichkeiten zu nutzen und BelegschaftsvertreterInnen mit den entsprechenden Ressourcen auszurüsten.

Debatten über die Digitalisierung und Modernisierung der Arbeitswelt und der Wirtschaft dürfen nicht einseitig aus Perspektive der ArbeitgeberInnen diskutiert werden sondern brauchen eine faire und adäquate Einbeziehung jener Menschen, die die Auswirkungen massiv betreffen werden: der ArbeitnehmerInnen und ihrer VertreterInnen. Dazu braucht es entsprechende Handwerkzeuge und somit eine Weiterentwicklung des kollektiven Arbeitsrechts.

Betriebsräte bei einer Besprechung © Franz Pfluegl, Fotolia

Art der Publikation:
Positionspapier

Erscheinungsort:
Wien

AutorenInnen:
Michael Heiling, Silvia Hruska-Frank, Heinz Leitsmüller, Hannes Schneller

Seitenanzahl:
3

HerausgeberIn:
Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien

Datum/Jahr:
Dezember 2016