Vater mit Tochter. Beide blicken auf eine Landschaft. Windräder sind zu sehen.
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10.6.2026

Tempo für die Energiewende

Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und die enormen Preisausschläge des vergangenen Winters führen es deutlich vor Augen: Österreich muss seine Abhängigkeit von teuren, fossilen Energieimporten drastisch reduzieren. 

Energieunabhängigkeit dringend stärken

Die Arbeiterkammer pocht auf eine rasche Einigung beim Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG). „Nur durch einen zügigen Ausbau von erneuerbaren Energien, Netzen und Speichern lassen sich Versorgungssicherheit und leistbare Energiepreise für Konsument:innen und die Wirtschaft langfristig garantieren“, erklärt Tobias Schweitzer, AK Wirtschafts-Bereichsleiter.

Preisschocks zeigen Handlungsbedarf

Die hohe Importabhängigkeit während der vergangenen Heizsaison sowie die jüngsten Preisaufschläge im Zuge des Angriffs auf den Iran haben die Verwundbarkeit des heimischen Energiemarktes klar aufgezeigt. Das EABG muss hier nun mit ambitionierten Ausbauzielen einen grundlegenden Befreiungsschlag setzen. Angesichts der zähen politischen Verhandlungen fordert die AK den Bund und die Länder auf, an einem Strang zu ziehen. Alle Beteiligten müssen jetzt über ihren parteipolitischen Schatten springen und gemeinsam einen Beitrag für eine sichere Energiezukunft leisten.

Tempo statt politischem Stillstand

„Wir befinden uns – mit einem relativ kurzen Abstand – bereits in der zweiten Energiekrise. Es ist fast paradox, dass ein Gesetz, das Beschleunigung bringen soll, so lange braucht, um beschlossen zu werden“, konstatiert Schweitzer angesichts des drohenden Stillstands. „Wir brauchen jetzt endlich Tempo beim Ausbau der Erneuerbaren, der Speicher und der Netze.“ 

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