Arbeiten bei Hitze
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16.10.2026

Gemeinsam gegen die Hitze: Wiener Sozialpartner starten Dialog

Mit einer Auftakt-Konferenz zum Thema „Hitze in der Stadt“ haben die Arbeiterkammer Wien (AK Wien), die Landwirtschaftskammer Wien (LK Wien), die Gewerkschaften, die Wirtschaftskammer Wien (WK Wien) sowie die Wiener Industriellenvereinigung (IV Wien) den „Wiener Sozialpartnerdialog“ gestartet. Diskutiert wurden die Themen „Hitze in der Stadt und ihre Auswirkungen auf Arbeitsbedingungen, öffentlichen Raum und Unternehmen.“ Ziel ist eine Stärkung des Wirtschafts- und Arbeits-Standorts Wien, eine innovative Infrastruktur für die Menschen in Wien sowie gute Rahmenbedingungen für Unternehmen und Beschäftigte während der Heißperiode im Sommer. 

Ein Dialog, der Wien weiterbringt

Der „Wiener Sozialpartnerdialog“ setzt für ein Miteinander unterschiedlicher Interessensvertretungen auf regionaler Wiener Ebene einen neuen Rahmen. In jährlichen Konferenzen wird ein wichtiger Themenbereich diskutiert und ausgelotet, welche gemeinsamen Projekte 2027 entwickelt und zusammen vorangetrieben werden können.

Die Stimmen der Sozialpartner

Das sagen die Sozialpartner zum Thema „Hitze in der Stadt“:

Anderl: Mit Aus- und Weiterbildung die Klimazukunft gestalten 

Renate Anderl, Präsidentin der Arbeiterkammer Wien: „Die Klimakrise und all ihre Folgen wie Hitze und Trockenheit sind auch für unsere Stadt eine große Herausforderung. Um Wien klima- und zukunftsfit zu machen, brauchen wir gut ausgebildete Fachkräfte in klimarelevanten Zukunftsberufen. Es ist wichtig, dass wir als Sozialpartner gemeinsam Verantwortung übernehmen und in Aus- und Weiterbildung investieren sowie nachhaltige Maßnahmen setzen. Nur so können wir sicherstellen, dass die Menschen in Wien auch in Zukunft gesund und sicher arbeiten können.“  

Walter: Landwirtschaftliche Expertise für Klimaanpassung  

Norbert Walter, Präsident der Landwirtschaftskammer Wien: „Gerade Themen wie Klimawandelanpassung, Wassermanagement, Fachkräftesicherung und attraktive Zukunftschancen für junge Menschen erfordern einen engen Zusammenschluss aller Sozialpartner. Wir freuen uns, als Landwirtschaftskammer Wien unsere Expertise aus Landwirtschaft, Umwelt und regionaler Versorgung in diesen Dialog einzubringen.“ 

Steiner: Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen auch bei Hitze

Sandra Steiner, designierte ÖGB-Vizepräsidentin: „Der vergangene Sommer war für viele Arbeitnehmer:innen eine enorme Belastung. Denn wenn die Temperaturen steigen, steigt auch die Belastung am Arbeitsplatz – besonders für jene, die im Freien, im Pflege- und Gesundheitsbereich, in Kinderbildungseinrichtungen, im Dienstleistungsbereich und in nicht-klimatisierten Büros und Arbeitsstätten arbeiten. Viele dieser Arbeitnehmer:innen sind Frauen, die ohnehin stärker durch Hitze belastet sind.

Wer unsere Gesellschaft am Laufen hält, muss auch Anspruch auf sichere und gesunde Arbeitsbedingungen haben. Es braucht daher klarere Regeln und einen Schulterschluss aller Sozialpartner, damit wirklich alle Beschäftigten in heißen Sommern sicher und gesund arbeiten können. Als Sozialpartner arbeiten wir gemeinsam an Lösungen, um das Leben der Menschen in unserer Stadt zu verbessern, die Beschäftigten zu schützen und die Betriebe bestmöglich zu unterstützen.“ 

Kriz-Zwittkovits: Praktikable Regeln, Kühlung und Fachkräfte für Wiens Wirtschaft 

Margarete Kriz-Zwittkovits, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien: „Wenn Wien im Sommer 40 Grad erreicht, ist das auch eine konkrete Herausforderung für die Wirtschaft: auf der Baustelle, in der Produktion, im Geschäft und in der Gastronomie. Betriebe müssen ihre Arbeit organisieren und ihre Leistungen anbieten können; zugleich müssen Menschen gesund arbeiten können. Dafür braucht es praktikable Regeln, mehr Schatten und gute Kühlung. Auch die Digitalisierung verändert ganze Berufsbilder. Unternehmen brauchen passende Fachkräfte, und Menschen brauchen Weiterbildung über ihr gesamtes Berufsleben. Seit dem Auftakt des Wiener Sozialpartnerdialogs arbeiten wir an diesen Fragen. Jetzt wollen wir daraus gemeinsame nächste Schritte für 2027 machen.“ 

Höhrhan: Im Dialog zu pragmatischen Lösungen für Wiens Zukunft

Johannes Höhrhan, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Wien: „Der heurige Ausnahme-Sommer hat eines symptomatisch gezeigt: Wir stehen als Gesellschaft und als Stadt vor einer ganzen Reihe an Herausforderungen, die wir nicht mit dem simplen Austausch von Überschriften und Positionen werden lösen können. Der Dialog miteinander, die in die Tiefe gehende Debatte über Themen wird immer wichtiger, damit wir gemeinsam pragmatische Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit intensiv diskutieren können.“

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