Junge Frau hebt beim Bankomaten Geld ab.
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10.6.2026

Kostenfalle Plastikkarten beim Zahlen in Nicht-Euro-Urlaubsländern

Kostenfalle Plastikkarten beim Zahlen und Abheben in Nicht-Euro-Urlaubsländern: Bis zu 20 Euro Spesen sind etwa in der Türkei beim Geldabheben mit der Kreditkarte möglich. Achtung auf Geldfallen: Die sofortige Euro-Umrechnung am Bankomaten kann nachteilig sein. Bei bankunabhängigen Bankomaten können Extraspesen von bis zu zehn Euro anfallen. Das zeigt ein aktueller AK Test bei Kredit-, Prepaid- und Debitkarten.  

Urlaub in Kroatien, Spanien & Co.

Im Inland und Euro-Raum gibt es mit der Debitkarte, umgangssprachlich Bankomatkarte, keine Spesen. Es können aber je nach Girokontomodell Buchungszeilenentgelte verrechnet werden (bis zu 77 Cent je Buchung). „Vorsicht, Anbieter von eigenen Bankomatbetreibergesellschaften – etwa in Kroatien und Deutschland – können Extraspesen von bis zu zehn Euro fürs Abheben verlangen“, sagt AK Konsument:innenexpertin Michaela Kollmann. „Achtung, die Spesen müssen am Display angezeigt werden.“ Bei Kreditkarten gibt es keine Spesen beim Zahlen in Euro-Urlaubsländern, aber immer beim Geldabheben – das kommt teuer: drei bis 3,3 Prozent, mindestens 2,50 bis vier Euro.   

DownloadS

Den AK Plastikkarten-Preismonitor finden Sie hier. Die Erhebung Geldwechsel-Spesen können Sie hier downloaden.

Tipp

Der AK Bankenrechner hat auch einen Zahlungskarten-Rechner. Er berechnet alle Spesen in Euro- und Nicht-Euro-Ländern für Kredit- und Debitkarten.

Urlaub in der Türkei, USA & Co.

In Nicht-Euro-Ländern können Plastikkarten schnell zur Kostenfalle werden! Mit der Bankomatkarte fallen beim Zahlen im Schnitt 0,75 Prozent plus 1,09 Euro, beim Abheben 0,75 Prozent plus 1,82 Euro. Mit Kreditkarte wird es noch teurer – Spesen beim Einkauf 1,65 Prozent bis zwei Prozent, beim Abheben drei bis 3,3 Prozent (mindestens 2,50 bis vier Euro) plus Manipulationsgebühren von bis zu zwei Prozent an. Kollmann warnt: „Beim Geldabheben auf Spesen sowie Wechselkurs achten und die Abrechnung in Fremdwährung wählen. Finger weg von der dynamischen Währungsumrechnung, also der sofortigen Euro-Umrechnung. Wechselkurse können ungünstig sein.“ Einige Banken, zum Beispiel Bank Austria und RLB NÖ Wien, bieten in Schweden mit der Debitkarte kostenloses Abheben und Zahlen an. „Vor Reiseantritt nachfragen“, rät Kollmann. 

Türkei, USA & Co.: Für Abhebung von 400 Euro bis zu 20 Euro Spesen! (ohne Kursdifferenz)

Kreditkarte Abheben18,60 (card complete/Diners) bis 20,00 € (American Express)      
Kreditkarte Zahlen6,60(card complete/Diners/PayLife) bis 8,00 € (American E.)
Debitkarte Abheben 4,821) bis 6,11 € (Erste Bank)
Debitkarte Zahlen4,092) bis 5,50 € (RLB NÖ-Wien)

1) BAWAG PSK, easybank, Hypo NOE, Oberbank, Volksbank Wien; 2) Erste Bank, BAWAG PSK, easybank, Hypo NOE, Oberbank, Volksbank Wien

Card complete und PayLife bieten auch Prepaid-Karten an, also Kreditkarten, auf die man Guthaben aufbuchen kann. Die Spesen sind ähnlich wie bei herkömmlichen Kreditkarten.

Abheben und Zahlen mit Plastikarte – das sollten Sie wissen 

  • Auf Spesen und Mindestspesen schauen, Abheben kleiner Beträge kann unrentabel sein.
  • Achten Sie in Nicht-Euro-Ländern beim Geldausgabeautomaten auf Spesen und Wechselkurs, allenfalls den Abhebungsvorgang abbrechen.
  • Bargeld abheben mit Kreditkarte ist auch in Euro-Ländern immer teuer.
  • AK Zahlungskarten-Spesenrechner zeigt, was billiger ist: zahlen oder Geld abheben. 

Zum Monitor: Die AK hat Jahresgebühren und anfallende Transaktionskosten (auch für Prepaid-Karten) bei vier Kreditkartenmarken (American Express, card complete, PayLife, Diners Club) für neu abgeschlossene Verträge und Debitkarten bei neun Banken zwischen März und April erhoben.

Teure Mindestspesen beim Geld umwechseln!  

Urlaub in den USA – wer bei seiner Hausbank Euro gegen Valuten (also Bargeld in Fremdwährung) für den Urlaub umwechselt, muss mit Mindestspesen von bis zu acht Euro rechnen. Bei einer anderen Bank wird es noch teurer – bis zu zehn Euro! Mitunter wechseln Banken Fremdkund:innen gar kein Geld um. Das zeigt ein aktueller AK Test bei acht Banken. Die AK rät: Wechselkurse vergleichen und nach Spesen fragen.

Wer für seinen Urlaub Geld bei seiner Hausbank oder einer fremden Bank wechseln möchte, zahlt mitunter teuer drauf. Die Spesen für das Wechseln von fremder Währung betragen zwischen 1,5 und drei Prozent für eigene Bankkund.innen.

Nur vier von acht geprüften Banken (BAWAG PSK, easybank, Erste Bank, RLB NÖ Wien) bieten das Geld wechseln auch für Fremdkund:innen an. Die Spesen machen zwischen drei (BAWAG PSK, easybank, Erste Bank) und fünf Prozent (RLB NÖ Wien) vom Kurswert aus. Mindestspesen von bis zu zehn Euro (RLB NÖ Wien) können anfallen.  

So viel Spesen zahlen Sie beim Geld umwechseln bei Ihrer Hausbank!

Bank%-Spesen vom Kurswert  Mindestspesen
Bank Austria        2,10 %                 8,10 €
RLB NÖ Wien         3,50 %                 8,00 €
Volksbank Wien    1,50 %  7,00 €
Erste Bank**)1,50 %                 4,50 €
HYPO NOE            1,50 %                 4,00 €
BAWAG PSK/easybank*) 3,00 %                 3,50 €
Oberbank  1,50 %       3,50 €

*) in den Filialen der BAWAG möglich; **) bei Abrechnung übers Konto 

Türkei, USA, Dänemark: Das sollten Sie beim Umwechseln beachten!

  • Überlegen Sie sich vor Reiseantritt, ob Sie im Urlaubsort oder zu Hause Geld umwechseln. Es lohnt sich, die Kurse vorab zu vergleichen.
  •  Checken Sie Wechselkurse und Wechselgebühren. Fragen Sie nach Mindestspesen.
  • Ihre Hausbank wechselt mitunter günstiger um als eine Fremdbank.
  • Das Umtauschen von wenig Geld ist aufgrund von Mindestgebühren oft nicht ratsam.
  • Fragen Sie in der Bank nach, ob die Fremdwährung lagernd ist.

Zur Erhebung: Die AK hat bei neun Banken mit Filialen in Wien die Kosten für den Geldwechsel im März erhoben: Bank Austria, BAWAG PSK, easybank (Kund:innen können in den Filialen der BAWAG wechseln), Erste Bank, HYPO NOE, Oberbank, Raiffeisenlandesbank NÖ Wien und Volksbank Wien. bank99 bietet keinen Geldwechsel an.

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