Frau mit Rechnungen
Frau mit Rechnungen © nenetus, stock.adobe.com
23.6.2026

Mietabzocke trotz Mietbremsen!

Trotz Mietbremsen schlägt die Mietfalle in befristet vermieteten privaten Altbauwohnungen zu. Neue AK Berechnungen zeigen alarmierende Ergebnisse: Die meisten Mieter:innen zahlen Monat für Monat viel zu viel. Sich wehren ist schwierig, wenn man in der Wohnung bleiben möchte. Für Vermieter:innen ist Mietwucher meist ohne Konsequenzen, berichten die AK Wohnrechtsexperten Thomas Ritt und Lukas Tockner:


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Hohe Zuschläge trotz Mietbremse

Trotz der Mietbremsen der Bundesregierung kassieren private Altbau-Vermieter:innen weiter kräftig ab: Befristungen, illegale Überzahlungen, kein gesetzlicher 25-Prozent-Abschlag und unfaire Lagezuschläge treiben die Mieten nach oben – ohne Konsequenzen für die Vermieter:innen.

AK Berechnungen schlagen Alarm

Neue AK Berechnungen sind alarmierend: Bei den meisten befristeten privaten Altbauverträgen zahlen Mieter:innen in Österreich zu viel Miete. Die unrechtmäßigen Aufschläge betragen im Schnitt 27 Prozent – Betroffene zahlen fast 168 Millionen Euro pro Jahr drauf.  

42.000 Euro Rückzahlung nach AK Unterstützung

Viel zu hohe Miete – ein Fall von vielen aus der AK Wohnberatung: Der Mietvertrag von Frau S. aus 2011 wurde zweimal verlängert, jedes Mal verteuerte sich die Miete. Mit AK Hilfe wird ein Vergleich abgeschlossen – sie bekommt 42.000 Euro zurück.  

„Das ist ein System, keine Einzelfälle“

Thomas Ritt, Leiter der AK Abteilung Kommunalpolitik und Wohnen: „Die Mietbremse greift, aber Mieter:innen erleben einen Preisschock! Solange befristete Verträge in privaten Altbauten sie erpressbar machen, illegale Überzahlungen keine Konsequenzen haben und Mietwucher straffrei bleibt, werden Mieter:innen abgezockt. Das sind keine Einzelfälle – das ist ein System! Es muss sich rasch was ändern!“

AK fordert strengere Regeln am Wohnungsmarkt

Die AK fordert strenge Regeln gegen Mietwucher, ein Aus für Befristungen und eine Beschränkung der Lagezuschläge.

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