Langzeitarbeitslosigkeit wirksam bekämpfen
Die steigende Arbeitslosigkeit führt auch zu einem Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit. Die AK warnt vor den Folgen für Betroffene und fordert gezielte Maßnahmen, um gegenzusteuern.
Hohe Folgekosten für Betroffene und Gesellschaft
AK Präsidentin Renate Anderl: „Wenn wir den Anstieg von Langzeitarbeitslosigkeit hinnehmen, kommt uns das teuer zu stehen. Die Betroffenen verlieren Chancen auf dem Arbeitsmarkt, und die Kosten für die Gesellschaft steigen.“
Besonders gefährdete Gruppen gezielt unterstützen
Besonders gefährdet sind Menschen mit niedriger formaler Qualifikation, ältere Arbeitsuchende und Personen mit gesundheitlichen Problemen. Aus Sicht der AK sind daher treffsichere Qualifizierung und aktive Arbeitsmarktpolitik die zentralen Hebel.
Weiterbildung und finanzielle Absicherung stärken
„Arbeitslose brauchen gezielte Unterstützung mit guter und umfassender Beratung aber auch mit Weiterbildungsangeboten. Zudem brauchen insbesondere Menschen, die länger Arbeit suchen, eine solide finanzielle Absicherung, um Armut zu verhindern. Und bei gut ausgebauten Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik darf nicht gekürzt werden“, so Anderl.
Unternehmen müssen echte Chancen eröffnen
Aktive Arbeitsmarktpolitik kann negative Auswirkungen von Langzeitarbeitslosigkeit abfedern. Sie allein schafft aber noch kaum zusätzliche Beschäftigung. Daher müssen auch die Unternehmen ihre Verantwortung wahrnehmen, etwa bei der Beschäftigung Älterer: „Langzeitarbeitslosigkeit kann nur dann bekämpft werden, wenn Arbeitgeber älteren Menschen, und solchen, die länger arbeitslos waren, echte Chancen auf dem Arbeitsmarkt eröffnen“, betont Anderl.
Bonus-Malus-Modell für die Beschäftigung Älterer
AK und ÖGB haben dafür am 2.11.2026 ein datenbasiertes Bonus-Malus-Modell vorgestellt: Unternehmen, die ältere Beschäftigte halten und alternsgerechte Arbeitsplätze schaffen, sollen belohnt werden, während Betriebe mit zu wenigen älteren Mitarbeiter:innen eine zweckgebundene Ausgleichszahlung leisten.
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