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2.11.2026

Eisenbahnen sind auf Wachstumskurs

Die Arbeiterkammer Wien hat die Bilanzen von österreichischen Eisenbahnunternehmen der Jahre 2022 bis 2025 analysiert. Die Jahresabschlüsse zeigen hohe und gestiegene Leistungen, ein hohes Investitionsniveau und eine stabile Entwicklung beim Anteil des Personalaufwands an der Betriebsleistung (Umsätze, staatliche Zuschüsse, Einnahmen außerhalb des Kerngeschäfts).

Beschäftigte tragen zum Wachstum bei

„Der AK-Branchenreport Eisenbahnunternehmen zeigt deutlich: Die österreichischen Eisenbahnunternehmen sind in den letzten Jahren deutlich gewachsen, die Beschäftigten haben mehr geleistet“, sagt AK-Betriebswirt und Autor des AK-Branchenreports Živan Tanić. 

Umsätze und Betriebsleistung steigen weiter

Insgesamt arbeiten in der Eisenbahnbranche etwa 55.000 Menschen. Der AK-Branchenreport hat private und öffentliche Eisenbahnunternehmen mit insgesamt mehr als 35.000 Beschäftigten untersucht. Er zeigt für 2024 eine nominelle Umsatzsteigerung von 7,5 Prozent. Die gesamte Betriebsleistung ist um 8,1 Prozent gewachsen. Die vorläufigen Werte für 2025 zeigen ein weiteres Umsatzwachstum von über 5 Prozent. 

Hohe Investitionen, stabiler Personalanteil

Neben einem Umsatz- und Beschäftigungswachstum zeigt sich auch eine Steigerung bei den Zukunftsinvestitionen. Im Jahr 2024 lag die Investitionsneigung der Eisenbahnunternehmen, also das Verhältnis von Neuinvestitionen zu Abschreibungen, bei über 300 Prozent.

Der Anteil des Personalaufwands an der gesamten Betriebsleistung blieb zwischen 2022 und 2025 bei rund 26 Prozent, Tendenz leicht rückläufig. Die Umsatzsteigerung pro Mitarbeiter fiel stärker aus als die der Personalkosten. „Dies ist ein Hinweis darauf, dass die Beschäftigten einen wesentlichen Beitrag zur positiven Entwicklung der wichtigen Zukunftsbranche Eisenbahnen geleistet haben“, so der Autor des Branchenreports. 

Mehr Fahrgäste, mehr Arbeitsdruck 

Die Fahrgastzahlen, die im jährlich erscheinenden Bericht der Schienen-Control veröffentlicht werden, bestätigen die Ergebnisse des AK Branchenreports: Nahmen 2022 österreichweit noch 295,2 Millionen Fahrgäste die Bahn, so wurde 2025 mit 347,5 Millionen ein neuer Rekord erreicht. Das entspricht einem Zuwachs von über 15 Prozent. Bei gleichzeitig stabilen Personalkosten bedeutet das eine kontinuierlich steigende Arbeitsintensität der Beschäftigten.

Faire Löhne für eine starke Bahn!

Lukas Oberndorfer, Leiter der Abteilung Klima, Umwelt und Verkehr in der Arbeiterkammer: „Für eine Mobilitätswende zugunsten der Schiene ist die Verbesserung der Arbeitsplatzattraktivität zentral. Um den Erfolgskurs des österreichischen Bahnsystems langfristig zu sichern, müssen verbesserte Arbeitsbedingungen und Entlohnung integriert werden, damit sowohl die aktuellen als auch zukünftige Generationen ihren beruflichen Weg in dieser zukunftsträchtigen Branche einschlagen.“

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