Elektriker
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Beschäftigte einer insolventen Elektrofirma um tausende Euro geprellt!

Jahrelang auf Baustellen im Einsatz, jetzt stehen sie vor einem Scherbenhaufen: Nach der Insolvenz einer Elektrofirma kämpfen ehemalige Mitarbeiter nicht nur um ihre offenen Löhne, sondern auch um Zulagen, die ihnen über Jahre vorenthalten wurden.

Arbeitgeber hat sich jahrelang bereichert 

Insgesamt waren elf Arbeitnehmer bei dem insolventen Betrieb beschäftigt. Die Elektriker arbeiteten Vollzeit und waren laufend auswärts auf Montage. Laut Kollektivvertrag hätten ihnen neben der Montagezulage auch sogenannte Entfernungszulagen zugestanden. Doch genau diese sind laut den vorliegenden Unterlagen nie abgerechnet worden. 

Diese Beschäftigten sind früh aufgestanden, um auf ihre Baustellen zu fahren, haben ihre Leistung erbracht und wurden - ganz gezielt und absichtlich - um ihre Zulagen betrogen. Hier ging es nicht um einen kleinen Fehler in der Lohnverrechnung: Die Elektrofirma hat sich jahrelang auf Kosten dieser Menschen bereichert.

AK Wien hilft Betroffenen

Die Insolvenzberatung der AK Wien kann für die Beschäftigten die Ansprüche der letzten sechs Monate geltend machen. Viele der Elektriker waren allerdings deutlich länger als zwei Jahre im Unternehmen tätig. 

Kürzungen beim Insolvenz-Entgelt-Fonds ungerecht

Dieser Fall zeigt, warum Leistungskürzungen beim Insolvenz-Entgelt-Fonds (IEF), wie sie von der Arbeitgeberseite gefordert werden, eine himmelschreiende Ungerechtigkeit wären.

Karin Ristic, Leiterin der AK Wien Insolvenzberatung betont: „Leider sehen wir in der Beratungspraxis fast täglich, dass Lohnabrechnungen nicht korrekt erstellt wurden. Wenn man die Entgeltgarantie des Insolvenz-Entgelt-Fonds kürzen würde, ginge das zulasten jener Beschäftigten, die sechs Monate und länger ihre volle Leistung erbracht haben, ohne entsprechend bezahlt worden zu sein. Wenn die Firma insolvent wird, ist das für die Betroffenen immer eine Belastung. Der IEF ist für diese Menschen ein wichtiges Sicherheitsnetz und muss finanziell gut abgesichert werden.“

Kontakt

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