Rotes Fahrrad mit großer Tasche eines Fahrradkuriers
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31.08.2026

AK Hruška-Frank zu BWB-Ermittlungen bei Essenszulieferern: Arbeitsbedingungen nicht akzeptabel!

Anlässlich der heute bekannt gewordenen Ermittlungen der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) gegen Essenszusteller weist AK Direktorin Silvia Hruška-Frank erneut auf die prekären Arbeitsbedingungen der sogenannten Rider hin: „Der Wettbewerb in dieser Branche wird auf dem Rücken der Fahrerinnen und Fahrer ausgetragen. Statt fixen Anstellungen gibt es nur freie Dienstverträge. Das ist inakzeptabel!“


Silvia Hruška-Frank, Direktorin der AK Wien und der Bundesarbeitskammer

Es braucht wirkungsvolle Sanktionen bei eklatanter Unterentlohnung. Denn fairer Wettbewerb ist gut für die Beschäftigten und auch für den Standort.“ – AK Direktorin Silvia Hruška-Frank

Rider: Probleme mit Bezahlung und Überstunden

Ermittlungen wegen des Verdachts des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung – so lautet konkret das Ergebnis einer Branchenuntersuchung der Online-Plattformen für die Lieferung von Speisen, die die Bundeswettbewerbsbehörde seit März 2023 durchgeführt hat. „Das Ergebnis ist nicht überraschend, denn auch bei den Arbeitsbedingungen liegt sehr vieles im Argen“, so AK Direktorin Hruška-Frank. In der AK Arbeitsrechtsberatung sprechen Fahrerinnen und Fahrer regelmäßig vor, es gibt Probleme mit Bezahlung und Überstunden.

AK hat weiter eine Auge auf freie Dienstverhältnisse

Das freie Dienstverhältnis hat in den vergangenen Jahren, vor allem durch das Einschreiten der AK, als Missbrauchsinstrument zur Umgehung arbeitsrechtlicher Ansprüche an praktischer Bedeutung verloren. Hruška-Frank: „Was wir am allerwenigsten brauchen, ist, dass internationale Konzerne das nun wieder aufwärmen. Ob tatsächlich freie Dienstverhältnisse oder ein Missbrauch vorliegt, wird die AK bei allen Unternehmen der Branche kritisch hinterfragen!“ Die ÖGK ist zudem aufgefordert, ihre Prüfungen zu verstärken.

Situation ist volkswirtschaftlich nicht tragbar

Weiters betont die AK Direktorin, dass eine Spirale nach unten bei den Arbeitsbedingungen sich nicht nur finanziell negativ bei den Beschäftigten auswirkt, sondern auch bei der öffentlichen Hand. „Und das ist angesichts der mehr als angespannten Budgetlage nicht tragbar. Es braucht wirkungsvolle Sanktionen bei eklatanter Unterentlohnung. Denn fairer Wettbewerb ist gut für die Beschäftigten und auch für den Standort.“

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