3 Jugendliche laufen die Straße entlang
© Philipp Lipiarski
18.9.2026

Ausbildung bis 18: Jetzt auch ausreichend Schul- und Lehrplätze schaffen

„Ausbildung bis 18 war vor zehn Jahren ein Meilenstein bei der Unterstützung von Jugendlichen, die weder einen weiterführenden Schulplatz noch eine Lehrstelle im Betrieb finden“, sagt Ilkim Erdost, AK Wien Bereichsleiterin Bildung. „Als wichtiges Element erweist sich das Jugendcoaching beim Übergang von der Schule in die Berufsausbildung.“ Aktuell gibt es allerdings nicht ausreichend Schul- und Lehrplätze. Erdost: „Die Unternehmen müssen wieder mehr Lehrlinge ausbilden, und auch in den berufsbildenden Schulen müssen ausreichend Plätze geschaffen werden.“

Jugendcoaching stärken

„Es ist wichtig, dass keine Jugendliche, kein Jugendlicher nach der Pflichtschule ohne weitere Ausbildung dasteht“, so Erdost. Die Beratung und Betreuung von Jugendlichen und ihren Eltern sei ein zentrales Element von „Ausbildung bis 18“. Für das Jugendcoaching müsse es dabei mehr Ressourcen geben, wobei auch im vorgelagerten Schulsystem bereits mehr getan werden müsse, um die Grundkompetenzen der Kinder und Jugendlichen zu fördern.

Mehr Lehrstellen in den Betrieben

In der Pflicht, so Erdost, sind auch die Betriebe, die wieder mehr Lehrstellen anbieten müssen, statt sich aus der Lehrausbildung zurückzuziehen: „Die Fachkräfte, die die Unternehmen haben wollen, wachsen nicht auf den Bäumen.“

Mehr Plätze an berufsbildenden Schulen

Notwendig sind dafür ausreichend Schulplätze – von allen, die sich für eine berufsbildende Schule anmelden, bekommt aktuell ein Viertel eine Absage, obwohl sie die formalen Voraussetzungen erfüllen. Die Arbeiterkammer fordert, das Schulentwicklungsprogramm zu aktualisieren und das Angebot dort auszubauen, wo Schulplätze offensichtlich fehlen.

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