AK Anderl: „Wir brauchen eine existenzsichernde Arbeitslosenversicherung!“
Die geopolitische Lage lässt erneut negative wirtschaftliche Folgen befürchten, die sich auch auf den Arbeitsmarkt auswirken werden. Die Bundesregierung setzt Maßnahmen, dennoch scheint aufgrund der externen Umstände das zarte Konjunkturpflänzchen gefährdet.
Gefahr der Armut steigt
Insbesondere für arbeitslose Menschen bringt die aktuelle Lage noch mehr Unsicherheit. Einerseits ist es für sie schwieriger, Jobs zu finden, andererseits birgt Arbeitslosigkeit auch die Gefahr, in Armut abzurutschen. Nicht zuletzt haben dies auch Studien der AK bewiesen. „Gerade deshalb brauchen wir jetzt eine Arbeitslosenversicherung, die tatsächlich existenzsichernd ist und vor Armut schützt“, sagt Renate Anderl, Präsidentin der Arbeiterkammer.
Aktive Arbeitsmarktpolitik wirkt gegen Arbeitslosigkeit
In unsicheren Zeiten ist aktive Arbeitsmarktpolitik umso wichtiger, denn auch sie federt negative Effekte von Arbeitslosigkeit ab. Qualifizierungs- und Unterstützungsprogramme verbessern die Chancen bei der Jobsuche und verringern das Risiko von Langzeitarbeitslosigkeit. Erfahrungsgemäß treffen Einsparungen in diesen Bereichen jene Gruppen besonders hart, die es ohnehin schon schwer am Arbeitsmarkt haben.
Anderl warnt vor AMS-Einsparungen
Für AK Präsidentin Renate Anderl ist daher klar: „Arbeitslosigkeit darf keine Spirale nach unten sein. Neben einer armutsfesten Arbeitslosenversicherung ist eine aktive Arbeitsmarktpolitik gefragter denn je. Nur so können wir die Chancen arbeitsloser Menschen verbessern.“ Mittelfristig würden sich Einsparungen bei AMS-Budget und Personal in jedem Fall rächen, zeigt sich Anderl überzeugt. „Wer dort in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit spart, spart an der Zukunft der Menschen und des Wirtschaftsstandortes.“
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