Mähdrescher und Traktor bei der Ernte auf einem Weizenfeld
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21.08.2026

AK Schweitzer: „Klimaschutz ist Schutz unserer Wirtschaft“

Tobias Schweitzer, Bereichsleiter der AK Wirtschaftspolitik, zeigt sich verwundert über die Aussage von IV-Präsident Georg Knill zum Klimaschutzgesetz: „Spätestens nach den letzten Hitzewellen müsste jedem klar sein, dass es beim Klimaschutz um den Schutz unserer wirtschaftlichen Grundlagen geht.“

Allein die Dürre hat in der österreichischen Landwirtschaft heuer bereits Schäden von rund einer Milliarde Euro verursacht. Für die gesamte EU könnten sich die wirtschaftlichen Verluste durch Hitze und Dürre 2026 auf bis zu 180 Milliarden Euro oder rund ein Prozent der Wirtschaftsleistung summieren – und damit nahezu das gesamte für dieses Jahr erwartete Wirtschaftswachstum aufzehren. „Angesichts von 41 Grad, historischer Dürre und rund 400 Hitzetoten allein im Juni ist Knills Wortwahl nichts als zynisch und grenzt an Realitätsverweigerung“, so Schweitzer.


Tobias Schweitzer, Bereichsleiter Wirtschaft

„Angesichts von 41 Grad, historischer Dürre und rund 400 Hitzetoten allein im Juni ist Knills Wortwahl nichts als zynisch und grenzt an Realitätsverweigerung.“ – Tobias Schweitzer, Bereichsleiter der AK Wirtschaftspolitik

Konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz dringend notwendig

Statt jene abzuwerten, die wirksamen Klimaschutz einfordern, braucht es aus AK Sicht jetzt konkrete Maßnahmen: ein verbindliches Klimaschutzgesetz, verbindliche Belastungsgrenzen, Abkühlpausen und bezahltes Hitzefrei am Arbeitsplatz; ein Recht auf eine auch im Sommer bewohnbare Wohnung; sowie eine Investitionsoffensive, die Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser, Pflegeheime und öffentliche Verkehrsmittel hitzefest macht.

Finanzierung von Schutzmaßnahmen nach dem Verursacherprinzip

Finanziert werden muss dieser Schutz nach dem Verursacherprinzip: durch eine stärkere Besteuerung großer Vermögen, hoher Erbschaften, Krisengewinne und klimaschädlicher Geschäftsmodelle. Denn Lasten und Verantwortung der Klimakrise sind höchst ungleich verteilt: „Die untere Hälfte der österreichischen Haushalte verursacht nur 17 Prozent der Emissionen, die vermögendsten zehn Prozent dagegen 56 Prozent“, so Schweitzer.

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