Junge Frau mit Handy
© A_B_C, stock.adobe.com
25.6.2026

AK Preismonitor: Handyfalle Altvertrag – Tarif-Check lohnt sich!

Die Handytarife sind gegenüber 2025 fast gleichgeblieben. Dennoch können langjährige Verträge durch Wertsicherungsklauseln Jahr für Jahr teurer werden. Die AK rät: Preise prüfen – für das gleiche oder sogar weniger Geld gibt es heute oft mehr Leistung. Zudem verzichten mittlerweile alle Anbieter bei Neuverträgen auf das Servicepauschale und fast alle Anbieter auf die Aktivierungskosten. Das zeigt ein AK Check der Preisentwicklungen von 199 Handytarifen der vergangenen zwölf Monate bei 27 Anbietern.  

Download

Mehr dazu im AK Preismonitor hier. Den passenden Tarif berechnet der Handyrechner hier.

Kaum Bewegung am Mobilfunkmarkt  

Beim Handynutzungsverhalten gibt es in den vergangenen zwölf Monaten kaum Veränderungen. Die AK Erhebung zeigt konkret: Ein:e Durchschnittsnutzer:in verbraucht nach wie vor im Schnitt rund 175 Minuten, sechs bis acht SMS und zehn Gigabyte (GB) (ohne Flatrate) oder 33 GB (mit Flatrate) im Monat. Für Durchschnittskund:innen sind die Preise bei den 27 untersuchten Anbietern fast gleichgeblieben. Nur spusu bietet für diese Nutzer:innengruppe einen Tarif an, der um zwei Euro günstiger ist als im Vorjahr.

Tarife wechseln kann’s bringen

„Auch wenn die Handypreise auf den ersten Blick stabil erscheinen, kann ein alter Vertrag schnell zur Kostenfalle werden“, wissen die AK Konsument:innenschützer. „Wer jahrelang beim selben Vertrag bleibt, verschenkt oft Geld.“ Der Grund sind sogenannte Wertsicherungsklauseln. Sie verteuern viele bestehende Handyverträge automatisch Jahr für Jahr. Bei sieben Anbietern haben viele Tarife Wertsicherungsklausen, bei 20 Anbietern sind diese nicht vorgesehen. Vor allem bei den Großen A1, Magenta und Drei sind diese Anpassungen weiterhin üblich. Diskonter wie yesss, HoT, spusu sowie die seit 2026 neuen Anbieter Hörbi und yelllow verzichten hingegen darauf. Während die Preissteigerungen 2023 noch bei bis zu 8,6 Prozent und 2024 bei bis zu 7,8 Prozent lagen, waren es 2025 und 2026 jeweils rund drei Prozent. „In Summe macht das Telefonieren, Simsen und Surfen dennoch deutlich teurer“, sagen die AK Konsument:innenschützer.

Aktivierungskosten meist Geschichte

Während 2024 noch sieben von 26 geprüften Anbietern die einmaligen Aktivierungsgebühren verlangten, waren es im Mai 2025 nur mehr drei kleinere Anbieter. 2026 fordert nur mehr ein kleinerer Anbieter Aktivierungsgebühren von 14,90 Euro, zwei weitere führen diese zwar an (1,99 und 25 Euro), verrechnen sie aber aufgrund von Aktionen aktuell nicht. Bei neuen Verträgen verzichten mittlerweile erfreulicherweise alle Anbieter aufs Servicepauschale.

5G wird zum neuen Standard

Bereits 53 Prozent aller neu angebotenen Mobilfunktarife unterstützen mittlerweile den schnellen Mobilfunkstandard 5G. Kund:innen profitieren dadurch von höheren Geschwindigkeiten und kürzeren Reaktionszeiten beim Surfen und Streamen. Mit den neuen Tarifen steigt meist auch das inkludierte Datenvolumen. Viele Angebote enthalten mittlerweile sogar Daten-Flatrates. Allerdings zeigt sich, dass die meisten Österreicher:innen diese riesigen Datenpakete gar nicht vollständig ausschöpfen.

Drei AK Tipps: So finden Sie den besten Tarif

  • Der billigste Tarif hilft Ihnen nichts, wenn Sie keinen Empfang haben. Prüfen Sie zuerst, welches Mobilfunknetz am eigenen Wohn- oder Arbeitsort gut funktioniert.
  • Werfen Sie einen Blick auf Ihre alten Rechnungen. Sie zeigen, wie viel Sie tatsächlich telefonieren, simsen und surfen.
  • Nutzen Sie den AK Handytarifrechner bei der Suche nach dem passenden Angebot.

 „Wer wechselt, kann den Teuerungsanpassungen entgehen, Servicepauschale sparen, mehr Datenvolumen und schnelleren Mobilfunkstandard 5G nutzen“, raten die AK Konsument:innenschützer. 

Kontakt

Kontakt

Pressestelle der AK Wien und der Bundesarbeitskammer

Tel. :  +43 1 50165 12565
Fax. : +43 1 50165 12209 
E-Mail: presse@akwien.at

nur für Journalist:innen -