ATX-Unternehmen schütten 5,6 Milliarden Euro Dividenden aus
Aktionär:innen der 20 ATX-Unternehmen dürfen sich freuen: Sie kassieren wieder hohe Dividenden. Insgesamt werden im laufenden Jahr rund 5,6 Milliarden Euro ausgeschüttet.
Nur zwei Unternehmen verzichten auf Dividenden
18 der 20 ATX-Unternehmen zahlen 2026 eine Dividende. Nur die Lenzing AG und die AT&S AG verzichten nach Verlusten auf eine Ausschüttung. Lenzing setzt damit bereits das fünfte Jahr in Folge die Dividende aus.
Mehrheit erhöht die Ausschüttung
Elf Unternehmen erhöhen ihre Dividende gegenüber dem Vorjahr – um zwischen 4,3 und 45,6 Prozent. Drei Konzerne (EVN, Österreichische Post und Wienerberger) halten die Ausschüttung stabil. Vier Unternehmen zahlen weniger Dividende: OMV und SBO wegen schwächerer Ergebnisse, Erste Group und CA Immo trotz höherer Gewinne. Bei der Erste Group ist die Kürzung auf die Finanzierung der Übernahme der Bank Polska zurückzuführen.
Ausschüttungsvolumen geht zurück
Insgesamt schütten die ATX-Unternehmen 2026 rund 5,6 Milliarden Euro an ihre Aktionär:innen aus. Das sind 8,6 Prozent weniger als im Vorjahr. 2025 lag das gesamte Dividendenvolumen noch bei 6,1 Milliarden Euro.
OMV bleibt größter Dividendenzahler
Mit einer Ausschüttung von rund 1,4 Milliarden Euro führt die OMV das Dividendenranking erneut an – trotz eines Rückgangs um 6 Prozent. Auf Platz zwei folgt die Verbund AG mit rund 1,1 Milliarden Euro. Möglich wird der Anstieg durch eine Sonderdividende.
Banken und STRABAG folgen
RBI und BAWAG Group belegen mit jeweils rund 0,5 Milliarden Euro die Plätze drei und vier. Die STRABAG SE erreicht mit etwas mehr als 0,3 Milliarden Euro Rang fünf und liegt damit vor der Erste Group, deren Dividende wegen der Finanzierung der Bank-Polska-Übernahme deutlich reduziert wurde.
| Ausschüttungen in Mio. Euro | 2024 | 2025 | 2026 | Δ 25/26 |
|---|---|---|---|---|
| OMV AG | 1.652,0 | 1.553,0 | 1.438,4 | -7,4 % |
| Verbund AG | 1.441,8 | 972,8 | 1.094,4 | +12,5 % |
| Raiffeisen Bank International AG | 410,5 | 360,7 | 525,2 | +45,6 % |
| BAWAG Group AG | 393,0 | 432,0 | 481,0 | +11,3 % |
| STRABAG SE 1 | 254,0 | 288,6 | 334,8 | +16,0 % |
| Erste Group Bank AG | 1.078,1 | 1.164,4 | 291,3 | -75,0 % |
| Andritz AG | 248,5 | 253,8 | 264,6 | +4,3 % |
| Vienna Insurance Group AG | 179,2 | 198,4 | 221,4 | +11,6 % |
| Uniqa Insurance Group AG | 175,0 | 184,2 | 221,0 | +20,0 % |
| EVN AG | 203,2 | 160,5 | 160,5 | 0,0 % |
| Voestalpine AG | 120,0 | 102,9 | 128,6 | +25,0 % |
| Österreichische Post AG | 120,2 | 123,6 | 123,6 | 0,0 % |
| Wienerberger AG | 100,0 | 104,0 | 104,0 | 0,0 % |
| CA Immobilien Anlagen AG | 78,2 | 95,8 | 84,4 | -11,9 % |
| PORR AG | 28,7 | 33,8 | 40,6 | +20,1 % |
| Palfinger AG | 36,5 | 31,3 | 33,8 | +8,0 % |
| DO&CO AG | 0,0 | 22,0 | 27,5 | +25,0 % |
| SBO AG | 31,5 | 27,6 | 11,8 | -57,2 % |
| AT&S AG | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Lenzing AG | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| ATX Unternehmen | 6.550,4 | 6.109,4 | 5.586,9 | -8,6 % |
Tabelle 1: Ausschüttungsvolumen ATX Unternehmen 2024-2026 nach Zeitraum des Beschlusses bzw. des Zahlungsabflusses
Quelle: ATX-Auswertung der AK Wien auf Basis veröffentlichter Konzerngeschäftsberichte; Ausschüttungen auf Basis der Vorschläge für die Hauptversammlung mit Stand 16. Juni 2026
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