Junge Frau mit Brille und Laptop
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17.3.2026

World Social Work Day 2026

Weltweit werden am „World Social Work Day“ die unverzichtbaren Beiträge der Sozialarbeiter:innen und Sozialpädagog:innen gewürdigt – und all jene Menschen, die auf ihre Unterstützung angewiesen sind. Doch während diese Berufsgruppe in Österreich täglich den sozialen Zusammenhalt sichert, ist ihre Tätigkeit rechtlich noch immer ungeregelt.  Eine Aufzeichnung der Fachveranstaltung vom 17.3.2026 können Sie hier ansehen:


Präsentationen

Wolfgang Heissenberger (BMASGPK), präsentierte den aktuellen Stand des Gesetzesentwurfs

Kurt Schalek (AK Wien) präsentierte was bisher geschah

Berufsgesetz für Soziale Arbeit im Fokus

Am World Social Work Day 2026 stand die langjährige Forderung nach einem Berufsgesetz für Soziale Arbeit im Mittelpunkt. Seit fast 100 Jahren setzen sich Gewerkschaften, Berufsverbände und die Arbeiterkammer für eine rechtliche Regelung ein, die Qualität und Sicherheit sozialer Dienstleistungen garantiert.

Bereits 2024 wurde mit dem Sozialarbeits-Bezeichnungsgesetz ein erster Schritt gesetzt, und die Einführung eines umfassenden Berufsgesetzes ist nun Teil des aktuellen Regierungsprogramms.

Bedeutung der Sozialen Arbeit

Sozialarbeiter:innen und Sozialpädagog:innen sind das Rückgrat der Gesellschaft: Sie unterstützen Kinder, Jugendliche und Familien, Menschen in Armut, im Bildungs- und Gesundheitswesen sowie in der Justiz. Trotz ihrer zentralen Rolle ist die Soziale Arbeit in Österreich bisher gesetzlich nicht geregelt – ein Zustand, der für die über 40.000 Berufsangehörigen nicht länger tragbar ist.

Entwurf für ein Berufsgesetz

Wolfgang Heissenberger, Leiter der Abteilung VI/3 für Rechtsangelegenheiten Ärzt:innen und Psychologie im BMASGPK, präsentierte den aktuellen Stand des Gesetzesentwurfs. Ziel des Gesetzes:

  • Verbindliche Standards für Ausbildung und Berufsausübung
  • Klare Berufsbilder und Kompetenzen
  • Qualitätssicherung sozialer Dienstleistungen

Ein konkreter Entwurf ermöglicht den Austausch mit Bundesländern, Arbeitgeber:innen und Berufsvertretungen und bereitet den Weg für einen Beschluss im Nationalrat.

Podiumsdiskussion: Chancen und Klarstellungen

In einer Podiumsdiskussion wurden zentrale Punkte hervorgehoben:

  • Keine zusätzlichen Kosten: Bestehende Ausbildungs- und Praxisstrukturen werden genutzt
  • Rechtssicherheit: Für Kostenträger und Fördergeber
  • Qualitätssicherung: Stärkt die professionelle Praxis

Besonders in Zeiten von budgetären Engpässen ermöglicht das Gesetz die systematische Einbindung der Sozialen Arbeit in Kooperation mit anderen Berufen und trägt zur Versorgungsqualität in Sozial- und Gesundheitswesen, Langzeitpflege, Bildungsbereich, Justiz sowie Kinder-, Jugend- und Familienhilfe bei.

Kundgebung zum World Social Work Day

Nach der Veranstaltung versammelten sich zahlreiche Teilnehmer:innen am Platz der Menschenrechte. FBM Korinna Schumann beteiligte sich mit einem Redebeitrag und bekräftigte ihren Einsatz für ein Berufsgesetz für Soziale Arbeit.

Kontakt

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Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien

Prinz Eugenstraße 20-22
1040 Wien

Telefon: +43 1 50165-0

- erreichbar mit der Linie D -