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„Wo wir sind, ist Hilfe. Wo wir sind, ist Gerechtigkeit“, resümiert AK Präsidentin Renate Anderl die Leistungsbilanz 2025. 948 Millionen Euro konnte die AK im Vorjahr für ihre Mitglieder erreichen – ein Plus von 15 Prozent gegenüber 2024, wie AK Direktorin Silvia Hruška-Frank betont.
Die Bilanz spiegle die angespannte wirtschaftliche Lage wider: steigender Arbeitsdruck, Personalabbau, Insolvenzen sowie fehlerhafte Entlohnung und Probleme im Konsumenten- und Mietrecht prägen die Beratung. Die AK werde daher weiterhin breit aufgestellt bleiben und ihr Angebot ausbauen. Angesichts der angespannten Arbeitsmarktsituation rechnen Renate Anderl und Silvia Hruška-Frank auch heuer mit großem Beratungsbedarf.
Die AK führte im Vorjahr 2.315.984 Beratungen durch (–4,3 Prozent). Der Schwerpunkt lag mit rund 1,5 Millionen Fällen im Arbeits-, Sozial- und Insolvenzrecht. Trotz leicht gesunkener Beratungszahlen konnten insgesamt 948 Millionen Euro erstritten werden. Besonders die weiterhin hohe Zahl an Insolvenzen führte zu deutlich höheren Auszahlungen an die Mitglieder. Für AK Präsidentin Renate Anderl zeigt die Bilanz klar wie „sehr die AK gebraucht wird – jetzt, aber auch in Zukunft“.
1. Kündigung mit 56:
Ein langjähriger Mitarbeiter wurde durch einen günstigeren Leiharbeiter ersetzt. Die AK intervenierte erfolgreich und erstritt 60.000 Euro – Austauschkündigungen sind unzulässig.
2. Pflegegeld für schwerkrankes Baby:
Die PVA lehnte den Antrag zunächst ab. Vor Gericht erreichte die AK rückwirkend die Einstufung in Pflegestufe 6.
3. Praktikantin nicht bezahlt:
Statt Lohn gab es einen Geschenkkorb und 200 Euro. Die AK klagte – und erstritt 2.400 Euro.
Unzulässige Kreditgebühren:
Die AK setzte gerichtlich durch, dass Kreditbearbeitungsgebühren mehrerer Banken rechtswidrig sind. Betroffene erhalten unzulässige Gebühren in Millionenhöhe aus hunderttausenden Verträgen zurück.
Erfolg gegen Parkplatzabzocke:
Durch Beratung, Gerichtsverfahren und eine gesetzliche Änderung machte die AK unseriöse Parkpraktiken weniger lukrativ. 2025 wurden Fälle im Ausmaß von rund 100.000 Euro positiv erledigt.
Rückzahlungen für Mieter:innen:
Die AK klagte erfolgreich wegen unzulässiger Betriebskostenklauseln. Die Mieter:innen erhielten insgesamt bis zu 1,28 Millionen Euro zurück – im Schnitt rund 2.500 Euro pro Haushalt.
Trotz erster Konjunkturerholung bleibt der Arbeitsmarkt angespannt – die Zahl der Arbeitssuchenden ist weiter hoch, besonders Frauen sind betroffen. „Je länger Arbeitslosigkeit dauert, desto schwieriger wird der Wiedereinstieg. Eine aktive Arbeitsmarktpolitik ist daher wichtiger denn je“, betont AK-Präsidentin Renate Anderl.
Arbeitsmarkt:
Qualifizierungs- und Weiterbildungsoffensive, faire Regeln für Teilzeitbeschäftigte und ausreichende Mittel für das AMS.
Lohn- und Sozialdumping:
Höhere Strafen und deutlich mehr Kontrollen.
Pensionen:
Bessere Rahmenbedingungen für ältere Beschäftigte statt höheres Pensionsalter sowie ein Bonus-Malus-System für Betriebe.
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