Tankstelle
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30.4.2026

AK Chefökonom Schnetzer zu Inflation: Spritpreisbremse muss bleiben!

3,3 Prozent lautet die Schnellschätzung der Statistik Austria für die Inflationsrate im April. „Das ist geringfügig höher als im März, verantwortlich sind die aufgrund des Iran-Krieges gestiegenen Treibstoff- und Heizölpreise. Allerdings wäre die Teuerung ohne Spritpreisbremse höher ausgefallen. Man sieht: die Maßnahme wirkt. Sie muss daher unbedingt verlängert werden“, fordert AK Chefökonom Matthias Schnetzer.

Steigende Lebensmittelpreise belasten Haushalte

Zusätzlich zu den Treibstoff- und Heizölpreisen ziehen auch die Lebensmittelpreise wieder an. „Das belastet vor allem Menschen mit geringem Einkommen, insbesondere arbeitslose Menschen und Alleinerzieher:innen. Und dass die Situation in Österreich jetzt schon dramatisch ist, zeigen die aktuellen neuen Armutszahlen, denn knapp 19 Prozent der österreichischen Bevölkerung sind armuts- oder ausgrenzungsgefährdet“, weist der AK Chefökonom auf die prekäre Lage hin. 

Gewinne der Mineralölindustrie bleiben hoch

Umso wichtiger ist es nun, preisdämpfende Mittel wie die Spritpreisbremse fortzusetzen. Denn ohne sie bzw. ohne stromkostensenkende Maßnahmen wäre die Teuerung im April höher ausgefallen. Schnetzer dazu: „Die Mineralölindustrie ist von der Spritpreisbremse nicht bedroht. Denn die heute vorgelegten Zahlen der OMV zum 1. Quartal zeigen, dass die Gewinne im Bereich Raffinerien und Tankstellen weiterhin hoch sind.“ 

Forderungen der Arbeiterkammer

Die AK fordert konkret: 

  • Eine Verlängerung der Spritpreisbremse – zumal der Rohölpreis aktuell auf dem höchsten Stand seit 2022 liegt und auch die E-Control die Wirkung der Maßnahme bestätigt hat. 
  • Aufrechterhalten des tagesaktuellen Monitorings durch die E-Control – zumindest, solange die Krise anhält. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Bindung der Endkund:innenpreise an die Großhandelspreise auch tatsächlich eingehalten wird.

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