Junge Frau hebt beim Bankomaten Geld ab.
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16.5.2024

AK warnt: Spesenfalle „Urlaubsgeld“!

Im Urlaub lauern beim Zahlen und Abheben mit Plastikgeld Spesenfallen. Urlauber:innen fahren in Euro-Ländern am besten mit der Bankomatkarte. Aber Vorsicht, eigene Bankomatbetreibergesellschaften können erhebliche Extraspesen verlangen, bis zu zehn Euro. In Nicht-Euro-Ländern fallen beim Plastikgeld immer Spesen an – auch Wechselkurse beachten. Wer etwa in der Türkei mit der Kreditkarte 400 Euro abhebt, kann bis zu 20 Euro allein an Spesen zahlen. Das zeigt ein aktueller AK Test bei vier Kreditkartenfirmen, Prepaid- und Bankomatkarten.

Keine Spesen in Euro-Urlaubsländern

Kroatien, Griechenland & Co. – in Euro-Urlaubsländern ist man mit Plastikgeld gewöhnlich „gut unterwegs“, sagen die AK Konsument:innenschützer. Mit der Debitkarte, umgangssprachlich Bankomatkarte, ist Bargeld abheben oder zahlen im Geschäft eigentlich spesenfrei.

Es können aber – je nach Girokontomodell – Buchungszeilenentgelte anfallen. Und Vorsicht bei Anbietern von eigenen Bankomatbetreibergesellschaften (Drittanbietern): Sie können Extraspesen fürs Abheben verlangen, bis zu zehn Euro.

„Achten Sie daher immer auf Angaben am Display und brechen Sie die Transaktion allenfalls ab“, raten die AK Konsument:innenschützer. Bei Kreditkarten gibt es keine Spesen beim Zahlen. „Achtung aber beim Geld abheben, das kommt auch in Euro-Ländern immer teuer!“ Im Inland und Euro-Raum können drei bis 3,3 Prozent, mindestens 2,50 bis vier Euro vom Betrag anfallen.

Card complete und PayLife bieten auch eine Prepaid-Karte an, also Kreditkarten, auf die man Guthaben aufbuchen kann. Die Spesen sind ähnlich wie bei herkömmlichen Kreditkarten.

Hohe Spesen in Nicht-Euro-Urlaubsländern

Shoppen oder Abheben – in Nicht-Euro-Urlaubsländern zahlt man immer Spesen. Bei den Kreditkarten können außerhalb des Euro-Raumes beim Zahlen Spesen zwischen 1,65 und zwei Prozent anfallen, beim Abheben drei bis 3,3 Prozent plus zusätzliche Manipulationsgebühren von bis zu zwei Prozent.

Wer mit der Debitkarte außerhalb des Euro-Raumes zahlt oder Geld abhebt, hat je nach Bank unterschiedlich hohe Spesen. Wer im Geschäft zahlt, muss meist mit Spesen von 0,75 Prozent plus 1,09 Euro vom Einkaufsbetrag rechnen, wer Bargeld abhebt, oft mit Spesen von 0,75 Prozent plus 1,82 Euro.

Türkei, Großbritannien & Co. –  400 Euro zahlen oder abheben
Hohe Spesen mit Debit- und Kreditkarte in Nicht-Euro-Urlaubsländern (Kursdifferenzen nicht berücksichtigt)

Kreditkarte Abheben 18,60 (card complete/Diners) - 20,00 € (American Express)       
Debitkarte Abheben 4,82 1) -  6,16 € (Erste Bank)
Kreditkarte Zahlen 6,60 (card complete/Diners/PayLife)- 8,00 € (American E.) 
Debitkarte Bezahlen 4,09 2) - 5,50 € (RLB NÖ-Wien)

1) bank99, BAWAG PSK, easybank, Hypo NÖ, Oberbank, Volksbank Wien;
2) Erste Bank, bank99, BAWAG PSK, easybank, Hypo NÖ, Oberbank, Volksbank Wien

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Die Erhebung „Plastikgeld im Urlaub“ finden Sie hier.

Tipp

Der AK Bankenrechner hat auch einen Zahlungskarten-Rechner. Er berechnet alle Spesen in Euro- und Nicht-Euro-Ländern für Kredit- und Debitkarten.

Abheben oder Zahlen – das sollten Sie wissen 

  • Schauen Sie auf Spesen, auch Mindestspesen, Abheben von kleinen Beträgen könnte unrentabel sein.
  • Achten Sie in Nicht-Euro-Ländern beim Geldausgabeautomaten auf Spesen und Wechselkurs, gegebenenfalls abbrechen.
  • Bargeld abheben mit Kreditkarte ist auch in Euro-Ländern immer teuer.
  • Verloren oder gestohlen? Sofort Sperre bei der bei Bank oder Sperrnotruf veranlassen. Notfallzettel mit Karten-, Konto- und Telefonnummern ist nützlich – getrennt von Karte aufbewahren.
Zur Erhebung: Die AK hat die Jahresgebühren und anfallende Transaktionskosten bei vier Kreditkartenmarken (American Express, card complete, PayLife, Diners Club) für neu abgeschlossene Kreditkartenverträge und bei Prepaid- sowie Debitkarten bei neun Banken im Mai erhoben.

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