Qualifizierung sichert Zukunft und Chancen
Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist schon seit Jahren kritisch. Nach einer kurzen Phase der Erholung nach der Covid-Krise gibt es einen stetigen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Anfang des Jahres gab es noch einen positiven Konjunktur-Ausblick. Dieser ist nun aufgrund des Krieges im Iran zunichte gemacht.
Warnung vor Kürzungen bei Qualifizierung
Gerade in diesen Zeiten warnt die die Arbeiterkammer eindringlich vor Einsparungen bei Qualifizierungsmaßnahmen und der aktiven Arbeitsmarktpolitik. AK-Präsidentin Renate Anderl betont: „In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es entscheidend, in Qualifizierungen zu investieren. Denn das sind Investitionen in die Zukunft und in die Chancen der Menschen. Wer hier spart, spart an der Zukunft unseres Landes.“
Fachkräftemangel und Bedeutung von Qualifizierung
Die demografische Entwicklung und aktuelle Studien zeigen: Besonders im Bereich mittlerer Qualifikationen, etwa auf Lehrabschlussniveau, werden in den kommenden Jahren viele Fachkräfte fehlen. Aber auch in anderen Bereichen drohen Engpässe. Qualifizierung ist daher der Schlüssel, um das Risiko von Arbeitslosigkeit zu senken und den Wirtschaftsstandort zu sichern.
Verantwortung der Unternehmen
Anderl nimmt aber auch die Unternehmen in die Pflicht: „Viele Betriebe bilden immer weniger Lehrlinge aus, da erscheinen die Rufe nach mehr Fachkräften geradezu zynisch“, so die AK-Präsidentin. Unternehmen müssen sich an den von ihnen verursachten Kosten in der Arbeitslosenversicherung beteiligen und Verantwortung übernehmen.
Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit
Zusätzlich nimmt die Zahl der Langzeitarbeitslosen stetig zu. „Wir können es uns nicht leisten, bei der Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit zu sparen, denn das kommt uns allen am Ende teuer zu stehen“, betont Anderl. Je länger Menschen arbeitslos sind, desto schwieriger wird der Wiedereinstieg – mit gravierenden Folgen für die Betroffenen und die gesamte Gesellschaft.
Forderung nach aktiver Arbeitsmarktpolitik
Einsparungen dürfen keinesfalls auf dem Rücken der Arbeitslosen ausgetragen werden. „Bewährte Strukturen im Bereich Qualifizierung und Unterstützung, die einmal zerschlagen sind, lassen sich nur schwer wieder aufbauen. Arbeitslose brauchen gezielte Unterstützung – durch eine armutsfeste Existenzsicherung und passende Förderangebote für Qualifizierungen. Deswegen braucht es jetzt ausreichend Budget für eine aktive Arbeitsmarktpolitik und eine klare Prioritätensetzung“, sagt Renate Anderl.
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