Arbeiter auf einem Windrad
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Hohe Erwartung an Industriestrategie

Österreich braucht dringend eine zukunftstaugliche Industriestrategie. Angesichts der großen Herausforderungen wie Digitalisierung und ökologische Transformation ist eine klare Perspektive notwendig, um uns in neuen europäischen Wertschöpfungsketten zu positionieren. Die Arbeiterkammer begrüßt daher die Strategie der Bundesregierung zu einer aktiven Industriepolitik. „Der Wandel muss aktiv gestaltet werden, statt erst dann zu reagieren, wenn der Druck, etwa durch Krisen, von außen kommt“, betont Tobias Schweitzer, Bereichsleiter Wirtschaft der AK.

Arbeitnehmer:innen im Mittelpunkt

AK und ÖGB haben in Gesprächen besonders auf ein strategisches Ziel gedrängt: Qualifizierungen und Weiterbildung. Gute Industriepolitik steht und fällt mit den Menschen, die in den Betrieben arbeiten: „Qualifizierung und Weiterbildung müssen daher einen zentralen Platz in der Strategie haben – mit konkreten Schritten und ausreichenden Mitteln“, so Schweitzer.

Weitere wichtige Punkte aus Sicht der AK wären die Unterstützung für Transformationsregionen, leistbare Energie für Unternehmen und Haushalte, Rohstoffsicherheit, Ausbau der Kreislaufwirtschaft oder die Stärkung heimischer „Hidden Champions“ wie der Bahnindustrie. Auch die Förder- und Investitionsinstrumente der EU sollten gezielt genutzt werden. 

Papier allein reicht nicht

Für die AK wird sich der Wert der Industriestrategie letztlich daran messen, was tatsächlich umgesetzt wird: „Damit die Strategie mit Leben gefüllt wird, braucht es laufende Evaluierungen und eine Weiterentwicklung etwa durch den Produktivitätsrat. Auch die Sozialpartner müssen eingebunden werden. Nur so wird daraus mehr als ein Stück Papier“, hält Schweitzer fest.  

Sobald die finale Industriestrategie vorliegt, werden die AK Expert:innen sie im Detail prüfen und bewerten.

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