Palatschinken mit Früchten. © beats_, stock.adobe.com
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31.08.2022

Echt fett – diese Palatschinken brennen an!

Verteuerung innerhalb eines Jahres bei billigstem Sonnenblumenöl um 138 Prozent, bei Mehl um 98 Prozent, bei Eiern um 40 Prozent und bei Milch um 23 Prozent

Der aktuelle AK Teuerungs-Check zeigt: Preisgünstiges Sonnenblumenöl ist im Jahresvergleich um fast 137 Prozent teurer geworden, Mehl um 98 Prozent, Eier um 40 Prozent und Milch um 23 Prozent. Wer sich schnell einmal Palatschinken machen möchte, muss für diese billigen Lebensmittel tiefer ins Börsel greifen als noch vor rund einem Jahr. Das zeigt der aktuelle AK Teuerungs-Check vom August  bei sieben Supermärkten und Diskontern in Wien.

Die Teuerungen gehen durch die Decke und machen das Leben immer schwerer leistbar. Die AK erhebt regelmäßig, wie sich die Preise in den Bereichen Energie, Sprit, Lebensmittel und Wohnen entwickeln – und die Zahlen sind alarmierend!

Süße Speis zum bitteren Preis

Wer schnell einmal für seine Kinder Palatschinken macht, muss für die Zutaten jetzt mehr hinlegen als noch im September 2021 – und das gilt für die billigsten Produkte.

Der AK Teuerungs-Check zwischen 1. und 4. August bei sieben Geschäften (Billa, Billa Plus, Spar, Interspar, Hofer Lidl und Penny) zeigt: Preisgünstiges Sonnenblumenöl zum Herausbraten kostete im September 2021 noch 1,19 Euro, nun 2,83 Euro. „Das ist ein Plus von fast 138 Prozent“, rechnet Zgubic vor. Für preisgünstigstes Weizenmehl (1 Kilogramm, griffig) verlangten die Geschäfte im Herbst 2021 noch 0,40 Euro, jetzt 0,79 Euro – eine Preiserhöhung von 98 Prozent. Der Preis für billigste Eier (Größe M, Bodenhaltung) lag im September 2021 bei 0,16 Euro, im August bei 0,22 Euro – das ist ein Anstieg um 40 Prozent. Billigste Vollmilch gab es im September 2021 um 1,05 Euro, nun um 1,29 Euro – das ist eine Verteuerung um rund 23 Prozent. 

Auch "billige" Eigenmarken teuer oder nicht vorhanden

Zgubic: „Ein großes Problem ist auch, dass zusätzlich zu den starken Teuerungen preiswertere Eigenmarken in den Geschäften teils nicht vorhanden sind und Konsumentinnen und Konsumenten zu noch teureren Produkten greifen müssen. So gab es etwa bei Hofer in den aufgesuchten Filialen kein Sonnenblumenöl.“

Anti-Teuerungspaket gut, aber auch unmittelbare Maßnahmen notwendig

„Viele Menschen stöhnen unter den hohen Preisen beim Einkaufen. Wer weniger Geld hat, vergleicht die Preise und greift zu günstigeren Produkten“, so Zgubic. „Gut, dass die Regierung mit einem Anti-Teuerungspaket reagiert hat. Was aber auch fehlt, sind Maßnahmen, die die Preise unmittelbar runter drücken würden – etwa eine befristete Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel. Höhere Preise treffen Menschen mit weniger Einkommen härter. Zwar profitieren auch alle anderen Haushalte von einer solchen Senkung, aber je mehr Geld zur Verfügung steht, desto kleiner ist der Anteil der Lebensmittel an den Gesamtausgaben. Haushalte mit geringen Einkommen profitieren von einer Senkung der Umsatzsteuer auf Lebensmittel mehr als doppelt so stark wie Besserverdienende. Damit die Preissenkungen bei Lebensmitteln wirklich weitergegeben werden und tatsächlich bei den Konsument:innen ankommen, wäre auch ein strenges Monitoring nötig.

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