AK Preismonitor: Teures Pflaster Österreich!
Pflaster, Taschentücher, Körpermilch & Co. kosten in Österreich mehr als in Deutschland – Weg mit dem Österreich-Aufschlag!
Gleiches Produkt, gleicher Hersteller, aber teurer: Pflaster, Gesichtswasser, Taschentücher & Co. kosten hierzulande bis zu 133 Prozent mehr als in Deutschland. Das zeigt ein aktueller Preismonitor bei 97 verglichenen identen Drogerieprodukten Anfang Oktober in zehn Online-Shops in Österreich und Deutschland. Die AK fordert ein Ende des Österreich-Aufschlags! Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer muss den Druck auf die EU erhöhen.
Teils sehr hohe Preisunterschiede
Der Preishammer schlägt weiterhin in Österreich zu – So viel mehr kosten ein und dasselbe Pflaster, Gesichtswasser, Zahnpasta, Taschentücher & Co. (Durchschnittspreise).
| Produkt1/Marke | Ö | D | Differenz2 |
|---|---|---|---|
| Sensitive Strips/Hansaplast (20 Stück) | 5,75 € | 2,47 € | 133 % |
| Gesichtswasser/Garnier (200 ml) | 5,86 € | 2,67 € | 119 % |
| Bodymilk/Sebamed (200 ml) | 7,45 € | 3,81 € | 95 % |
| Zahncreme/Weleda (75 ml) | 6,72 € | 3,87 € | 74 % |
| Taschentücher/Tempo (150 Stück) | 3,53 € | 2,18 € | 62 % |
| Klarspüler/Somat (750 ml) | 3,80 € | 2,37 € | 60 % |
| Rasierklingen/Gillette (10 Stück) | 27,20 € | 17,96 € | 51 % |
Für einen Einkaufskorb mit 97 verglichenen identen Drogeriewaren zahlen Konsument:innen in den deutschen Online-Märkten durchschnittlich knapp 439 Euro, in Österreich durchschnittlich rund 536 Euro. Die Produkte sind bei uns um durchschnittlich 22 Prozent teurer. Rund 86 Prozent (83 von 97) der verglichenen Drogerieprodukte kosten in Österreich im Schnitt mehr als in Deutschland, zwölf waren preiswerter und zwei kosten gleich viel.
Österreich-Aufschlag muss weg!
AK Konsument:innenschützerin Gabriele Zgubic fordert, diese Praxis abzustellen: "Unser Preismonitor zeigt: Der Österreich-Aufschlag muss weg! Österreichische Händler:innen können auch wegen territorialer Lieferbeschränkungen nicht uneingeschränkt im EU-Binnenmarkt einkaufen – die Rechnung zahlen dafür die Konsument:innen. Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer muss dranbleiben und gemeinsam mit weiteren Mitgliedstaaten Druck auf die EU-Kommission machen. Wir brauchen rasch wirksame Regeln gegen ungerechtfertigte territoriale Lieferbeschränkungen.“
Zum Preismonitor
Die AK erhob zwischen 5. und 8. Oktober die Preise von 97 identen Produkten bei Billa (Online), Interspar (drei Filialen) und drei Online-Drogeriemärkten – Bipa, DM, Müller in Österreich sowie bei DM, Müller, Rossmann, Globus und Rewe in Deutschland. Die Preise sind Bruttopreise (Österreich 20 Prozent, Deutschland 19 Prozent Umsatzsteuer).
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