Modekette verweigert Einlösung von Gutschein

Zum Geburtstag bekam Hannes A. einen Gutschein einer Modekette im Wert von 150 Euro geschenkt. Als er diesen einige Zeit später in dem Geschäft einlösen wollte, wurde ihm dies verweigert. Und zwar mit dem Hinweis, dass der Gutschein mit sechs Monaten befristet war und daher bereits abgelaufen sei.

Hannes A. war verärgert und ließ sich nicht abspeisen. Er schrieb an die Unternehmenszentrale, aber auch diese lehnte die Einlösung ab. Daraufhin wandte sich Hannes A. an die AK und ersuchte um Unterstützung.

Wie die AK Hannes helfen konnte:

Grundsätzlich sind Gutscheine 30 Jahre gültig. Aber: Viele Unternehmen befristen die Geltungsdauer der Gutscheine. Eine Verkürzung dieser Gültigkeitsdauer - und damit eine Befristung - ist aber nur mit triftigem Grund erlaubt. Nach Ablauf einer unzulässigen Befristung muss der Gutschein entweder akzeptiert oder verlängert werden. Weigert sich das Geschäft, muss trotzdem der Wert ersetzt werden.

Im Fall von Hannes A. war kein sachlich nachvollziehbarer Grund für eine Befristung ersichtlich. Nach Intervention der AK erhielt Hannes A. 150 Euro retour.

Rechtsinfo

Können Gutscheine ablaufen? Alle Infos auf einen Blick gibt es hier.