11.2.2015
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AK-Erfolg für Mütter

Katrina Eder zahlte jahrelang Beiträge in die Arbeitslosenversicherung ein. Also machte sie sich keine großen Sorgen, als ihre befristete Stelle für ein wissenschaftliches Projekt an der Universität für Veterinärmedizin auslief. Jedoch: Als sie sich nach der Babypause beim AMS meldete, wurden ihr statt 30 nur 20 Wochen Arbeitslosengeld zugestanden. „Als ich danach nur mehr Notstandshilfe bekam, war das Geld schon sehr knapp“, so Eder. Eder wandte sich an die AK, wo Rechtsberaterin Jutta Keul sagte: „Das ist kein Einzelfall.“

Fallstrick im Gesetz

Denn ein bürokratischer Fallstrick im Gesetz machte Müttern mit zwei Kindern das Leben schwer: Für die Bezugsdauer von 30 Wochen waren drei Jahre arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigung innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Antragstellung notwendig. Durch die Babypause für ein zweites Kind verloren Frauen schnell ihre Ansprüche. Die AK führte einen Musterprozess und zog bis vor den Verfassungsgerichtshof. Erfolg: Das Höchstgericht hob die Rahmenfrist von fünf Jahren auf. Die Benachteiligung fällt ab 1. Jänner 2015 weg.

Gerechte Gleichstellung

Und die Richter gingen gleich noch einen Schritt weiter: Seit 1. Jänner 2015 gilt: Kinderbetreuungszeiten sind im Arbeitslosenversicherungsgesetz mit Präsenz- und Zivildienst gleichgestellt. „Das Höchstgericht hat festgestellt, dass beides gleichermaßen im gesellschaftlichen Interesse ist“, so AK Expertin Jutta Keul. Für alle (überwiegend Frauen), die mindestens 14 Wochen sonstige Anwartschaftszeiten aufweisen, zählen nun auch Zeiten eines Kinderbetreuungsgeldbezuges.

Katrina Eder hat mittlerweile wieder eine Stelle gefunden, wieder bei einem wissenschaftlichen Projekt an der Universität für Veterinärmedizin. Sie freut sich über den Ausgang des Verfahrens und hofft, dass sie jetzt, nachdem auch das Verwaltungsgericht positiv entschieden hat, rasch die Differenz von Arbeitslosengeld zu Notstandshilfe ausgezahlt bekommt.

Firma wollte Mutter in Elternteilzeit loswerden

Eine Frau wollte andere Arbeitszeiten, um ihr Kind betreuen zu können. Der Arbeitgeber diskriminierte sie dafür. Wir haben dagegen geklagt.

Vorgesetzte „empfahl“ Abtreibung

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Palmers & die Detektive

15.000 Euro konnte die AK für eine Palmers-Verkäuferin herausholen, auf die im Krankenstand ein Detektiv angesetzt und zu Unrecht entlassen wurde.

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