22.5.2019

AK ist Schutzschirm in der Krise

Nach ihrer Wieder­wahl zur Präsidentin der AK Wien plädierte Renate Anderl in ihrer Ansprache für eine „Regierung, die die Menschen in den Mittel­punkt rückt, eine Regierung, die den Dialog sucht und eine Politik mit Ehrlichkeit und Anstand“. „Es ist Zeit für eine Kurs­korrektur. Wir brauchen eine Politik, die die Interessen der Arbeit­nehmer­innen und Arbeit­nehmer in den Mittel­punkt rückt. Ziehen wir gemeinsam an einem Strang sagen wir gemeinsam Ja zu einer starken AK“, appelliert Anderl an die Voll­ver­sammlung der AK Wien.

Gleichzeitig bedankt sich Präsidentin Anderl bei Bundes­präsident Alexander Van der Bellen für sein umsichtiges und ver­antwortungs­volles Agieren in den ver­gangenen Tagen. Weiters sprach sich Anderl für einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk, für Medien­vielfalt und für starke demo­kratische Strukturen aus.

Wir brauchen eine Politik, die die Interessen der Arbeit­nehmer­innen und Arbeit­nehmer in den Mittel­punkt rückt.

Renate Anderl

Präsidentin der AK Wien

Die Themen

Renate Anderl zur neuen Präsidentin der AK Wien gewählt: erhielt 92,26 Prozent Stimmen der Vollversammlungsmitglieder © Sebastian Philipp, AK Wien
Renate Anderl zur neuen Präsidentin der AK Wien gewählt: erhielt 92,26 Prozent Stimmen der Vollversammlungsmitglieder © Sebastian Philipp, AK Wien

„Ich wünsche mir, dass Österreich aus dieser Krise gestärkt hervorgeht. Wir als Arbeiter­kammer sind nach wie vor dazu bereit, uns einzubringen. Wir sind dazu bereit, einen Dialog auf Augenhöhe mit den Ent­scheidungs­trägern in Politik und Wirtschaft zu führen“, so die AK Wien Präsidentin an die Regierung.

Obwohl in den vergangenen Monaten kein Dialog statt­ge­funden habe, hat die AK ihre Hausaufgaben gemacht. Das Zukunfts­programm wurde auf Schiene gebracht: Der Digi­tali­sierungs­fonds hat seine Arbeit aufgenommen, Pflege­geld- und Wohn­rechts­beratung werden mit Anfragen überhäuft, groß ist auch die Nach­frage nach AK Leistungen, mit denen wir die Aus- und Weiter­bildung unserer Mit­glieder unter­stützen – und das alles neben den Kern­aufgaben, der Beratung und Unter­stützung bei arbeits­rechtlichen Fragen, in der Sozial­politik, im Steuer­recht und im Konsumenten­schutz.

In ihrer Amts­periode will sich Präsidentin Anderl verstärkt folgenden Themen widmen: 

  • Arbeitszeit: Was wir brauchen ist eine Arbeits­zeit­ver­kürzung und keine Arbeits­zeit­ver­längerung, also die leichtere Erreich­barkeit der 6. Urlaubs­woche und das Recht auf die 4-Tage-Woche. 
  • Einkommen: Die AK fordert die gesetzliche Anrechnung von Zeiten der Elternkarenz auf die Gehalts­vorrückung und alle sonstigen Ansprüche sowie einen Rechts­anspruch auf den Papamonat. 
  • Wohnen: Der Miet­wucher bei den privaten Wohnungen muss gestoppt werden. Es braucht eine Miet­zins­ober­grenze, Miet­ver­träge sollen nur mehr in Ausnahmefällen befristet werden und die Makler­provision muss vom Vermieter bezahlt werden. 
  • Ver­teilungs­gerechtigkeit: Millionär­Innen und Konzerne müssen endlich einen fairen Beitrag in unser Steuer­system leisten.

„Gehen wir diese Aufgaben gemeinsam und entschlossen an. Bilden wir gemeinsam einen Anker des Vertrauens, einen Schutz­schirm, auf den die Menschen bauen können. In dieser Zeit der Krise ist das von großer Wichtigkeit“, schließt Anderl.

Kontakt

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Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien

Prinz Eugenstraße 20-22
1040 Wien

Telefon: +43 1 50165-0

- erreichbar mit der Linie D -

Wir brauchen eine Politik, die die Interessen der Arbeit­nehmer­innen und Arbeit­nehmer in den Mittel­punkt rückt.

Renate Anderl

Präsidentin der AK Wien