26.4.2018
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Kaske: „AK ausschließlich ihren Mitgliedern verpflichtet“

Mit einer kämpferischen Rede hat sich Rudi Kaske nach fünf Jahren an der Spitze der Wiener Arbeiterkammer verabschiedet. Er verwies auf große Erfolge, die die AK gemeinsam mit den Gewerkschaften und Sozialpartnern in den fünf Jahren seiner Amtszeit erreicht hat, allen voran die Lohnsteuersenkung, die nicht nur mehr Netto vom Brutto für die Beschäftigten gebracht hat, sondern auch den damals stotternden Konjunkturmotor früher als vermutet wieder ins Laufen gebracht hat. Mit „großer Sorge“ sieht Kaske im Programm der aktuellen Regierung eine „deutliche Schieflage zu Gunsten der Unternehmer-Seite.“ Mit Blick auf Angriffe auf die AK betonte er:

„Die AK ist ein Haus des Wissens und der Gerechtigkeit. Die Mitglieder stehen voll und ganz hinter der AK.“ Und weiter: „Die AK ist ausschließlich ihren Mitgliedern verpflichtet und nahe dran an den Bedürfnissen der Beschäftigten wie auch die derzeit laufende Dialoginitiative „Wie soll Arbeit?“ von AK und ÖGB zeigt.“ Der aus elf Fraktionen bestehenden AK Vollversammlung dankte Kaske für die jahrelange gute Zusammenarbeit. „Uns eint alle der Kampf für die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, weit über die fraktionellen Grenzen hinaus.“

Geprägt war die Amtszeit von Rudi Kaske auch von vielen Initiativen etwa in der Bildungspolitik. So hat die AK mit dem sogenannten „Chancenindex“ eine Debatte um mehr Gerechtigkeit in der Schulfinanzierung angestoßen. Der „Chancenindex“ empfiehlt eine Finanzierung, die zusätzliche Mittel für Schulen vorsieht, die besonders viele Kinder aus Familien unterrichten, deren Eltern höchstens einen Pflichtschulabschluss haben. Die Debatte um den digitalen Wandel in der Arbeitswelt prägte Kaske mit Vorschlägen zur „Mitbestimmung 4.0“ und einem neuen Qualifizierungsgeld, das den ArbeitnehmerInnen in Zeiten rasanter Veränderungen mehr Chancen eröffnet, beruflich am Ball zu bleiben oder sich beruflich neu zu orientieren.

Auf Sozialpartnerebene wurde unter Kaske die Ausbildungspflicht, die Bildungsteilzeit und die Weitereinstiegsteilzeit nach langem Krankenstand erreicht. Gemeinsam mit dem ÖGB und den Sozialpartnern wurde ein Mindestlohn von 1.500 Euro vereinbart. Kaske verwies außerdem auf die rund zwei Millionen Beratungen, die die Arbeiterkammern österreichweit allein 2017 durchgeführt haben. Dabei wurde über eine halbe Milliarde Euro für die AK Mitglieder zurückgeholt.

Bei den KammerrätInnen aller Fraktionen bedankte sich Kaske für ihre engagierte Arbeit und für ihre Geschlossenheit, etwa bei Angriffen gegen die AK. „Mit dem Wissen um eure Unterstützung verlasse ich mit einem guten Gefühl die Kommandobrücke der AK. Mit Renate Anderl bekommt ihr eine durchsetzungsfähige und verlässliche Partnerin an der Spitze und mit Barbara Teiber eine weitere starke Frau als Vizepräsidentin.“

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