AK Wien startet mit Umsetzung des Zukunfts­programms

Im Juni wurde auf Bundesebene einstimmig das Zukunfts¬programm der Arbeiter¬kammern für die Jahre 2019 bis 2023 beschlossen – heute wurde auf der Vollversammlung der AK Wien die Finanzierung einstimmig besiegelt: Gemeinsam werden die Arbeiterkammern in den kommenden Jahren 150 Millionen Euro in eine Digitalisierungs¬offensive investieren und neue Angebote für die Mitglieder anbieten.  

„Das Zukunftsprogramm ist Ergebnis der im Frühjahr durchgeführten Dialoginitiative „Wie soll Arbeit?“, in der wir intensiv mit unseren Mitgliedern diskutiert haben. Es ist damit Ausdruck der Wünsche und Bedürfnisse der ArbeitnehmerInnen. Denn sie alleine sind es, die den Kurs der Arbeiterkammer bestimmen“, so AK Präsidentin Renate Anderl.  

Das Zukunftsprogramm folgt daher dem Prinzip: mehr und verbesserte Leistungen für das gleiche Geld. Für Beginn und Fortführung dieser neuen Leistungen und der Digitalisierungsoffensive gibt es die Bedingung, dass der AK Beitrag weiterhin ungekürzt zur Verfügung steht.  

Mit der Offensive will die AK einen Beitrag leisten, um die digitale Arbeitswelt von morgen arbeitnehmerfreundlich zu gestalten. Mit der Digitalisierungsoffensive fördert die AK Initiativen und Projekte, die die Arbeitsbedingungen verbessern sowie unterstützt nun Beschäftigte, die sich rund um das Thema Digitalisierung weiterbilden möchten. Inspirationen, in welche Richtungen es gehen könnte, bot auch eine internationale Konferenz, die diese Woche in Wien abgehalten wurde. „Wir wollen erstens die ArbeitnehmerInnen bei der digitalen Aus- und Weiterbildung unterstützen. Und wir wollen zweitens auch innovative Projekte fördern. Projekte, deren Ziel es ist, mithilfe der Digitalisierung die Arbeitsbedingungen zu verbessern anstatt die Menschen wegzurationalisieren“, sagte AK Präsidentin Renate Anderl anlässlich der Vollversammlung der AK Wien. 

So sollen mit dem ab Jänner 2019 tätigen AK Projektfonds Arbeit 4.0 Initiativen zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen durch den Einsatz neuer digitaler Instrumente gefördert werden. Einreichen für eine Förderung können BetriebsrätInnen, ArbeitnehmerInnen-Gruppen, Zivilgesellschaft (Vereine usw.), ForscherInnen, Gewerkschaften, Gebietskörperschaften. Einen zweiten Schwerpunkt wird die AK mit der finanziellen Unterstützung von digitalen Kompetenzen der AK-Mitglieder setzen. Zudem wird die Beratung für Menschen, die mit den Schattenseiten der Digitalisierung konfrontiert sind, ausgebaut. 

In den drei Schlüsselbereichen Bildung, Pflege und Wohnen wird die Arbeiterkammer ab 2019 ihre Leistungen ebenfalls verstärken. So soll es unter anderem Beratung bei der Pflegegeld-Einstufung für die Pflegegeld-BezieherInnen und ihre Angehörigen geben, das Bildungsberatungsangebot für Jugendliche soll ausgebaut werden. Auch ehemalige AK Mitglieder – beispielweise PensionistInnen – sollen künftig AK Services wie die Pflegeberatung in Anspruch nehmen können.

Kontakt

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