31.03.2020

Die Leistungen der AK 2019

2019 war für die ArbeitnehmerInnen ein erfolgreiches Jahr: Die Arbeiterkammern haben ihren Mitgliedern im Einsatz für die Gerechtigkeit österreichweit 538 Millionen Euro in den Bereichen Arbeitsrecht, Steuerrecht, Konsumentenschutz, Insolvenzen, Sozialversicherung herausgeholt und für Bildungsförderungen an die Mitglieder ausbezahlt. Für jeden Euro Mitgliedsbeitrag holte und gab die AK so mehr als einen Euro an geldwerten Leistungen zurück. Dazu kommen viele nichtmonetäre Leistungen wie etwa die Interessenpolitik. Die AK Leistungsbilanz zum Downloaden.

„Die Corona-Krise überschattet derzeit natürlich alles“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl. „Und gerade jetzt unterstützen die Arbeiterkammern ihre Mitglieder mit verschiedensten Leistungen. Der Zuspruch, den wir jetzt erfahren und die Zahlen aus 2019 zeigen: Gut, dass die Arbeiterkammer immer an der Seite der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für Gerechtigkeit kämpft.“

Mehr als 2 Millionen Beratungen 

Dass die AK nicht nur in Zeiten von Corona sehr gefragt ist, zeigt die nun veröffentlichte Leistungsbilanz 2019. Bundesweit wurden mehr als 2 Millionen Beratungen durchgeführt (476.601 persönlich / 1.411.591 telefonisch / 160.889 E-Mail/Brief).  

3.860.000 Mitglieder vertreten wir Tag für Tag

Die Zahl der Mitglieder lag zu Jahresende 2019 bei rund 3.860.000. Rund 760.000 davon sind von der Umlage befreit, weil sie wenig oder gar kein Einkommen im Moment haben (Eltern in Karenz, Arbeitsuchende, unter der Geringfügigkeitsgrenze Verdienende und Lehrlinge).  „Was uns freut, ist, dass die Mitglieder sehr viel Vertrauen in uns haben. Wir haben bei Erhebungen der Nationalbank und von APA/OGM 2019 Höchstwerte erreicht“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl.  

538 Millionen Euro für unsere Mitglieder herausgeholt

Österreichweit haben die Arbeiterkammern 538 Millionen Euro für die Mitglieder herausgeholt bzw. ausbezahlt (refundiert aus Bildungsgutscheinen und Bildungsförderungen) und insgesamt fast 100.000 Rechtsvertretungen übernommen. Im Arbeitsrecht konnten die Arbeiterkammern am häufigsten helfen, damit die Mitglieder zu ihrem Geld und zu Gerechtigkeit kommen.  

Beispiele

Zum Beispiel einer Ferialarbeiterin in einem oberösterreichischen Pflegeheim, die nur 170 Euro Taschengeld bekam – dank der AK gab es 2.000 Euro Nachzahlung; oder der Brautkleid-Schneiderin, die manchmal 83 Stunden in der Woche arbeiten musste, die AK erreichte eine Nachzahlung von 17.000 Euro; und auch für einen Ingenieur, der im Zuge von Sparmaßnahmen in Altersteilzeit gedrängt wurde, erstritt die AK 120.000 Euro Nachzahlung. Im Konsumentenschutz gab es unter anderem Erfolge gegen Amazon und Pay Life. Das sind wenige Beispiele für die engagierte und erfolgreiche Tätigkeit der Arbeiterkammern im Dienste ihrer Mitglieder.  

Die Arbeiterkammern haben im Vorjahr rund 498 Millionen Euro von ihren Mitgliedern aus den AK Beiträgen erhalten. Die AK beschäftigt knapp 2.800 MitarbeiterInnen (umgerechnet in Vollzeitäquivalenten). 

Zukunftsprogramm bringt viele neue Leistungen

2019 hat die Arbeiterkammer das Zukunftsprogramm umgesetzt. Es bringt den Mitgliedern zum einen viele neue Leistungen, die sehr gut angenommen wurden: So wurden etwa 80.000 Mietrechtsberatungen durchgeführt, 8.000 Internet- und Datenschutzberatungen, 24.000 Beratungen rund um das Thema Pflege – und zusätzlich rund 9.000 zum Pflegegeld.  

150 Millionen Euro für Digitalisierungsprojekte

Zum anderen beinhaltet das Zukunftsprogramm eine große Digitalisierungsoffensive: Die Arbeiterkammern werden von 2019 bis 2023 insgesamt 150 Millionen Euro in verschiedene Digitalisierungsprojekte im Interesse der Mitglieder investieren. Dazu wird einerseits die Qualifizierung von Beschäftigten unterstützt, andererseits gibt es Förderung von innovativen Projekten und Ideen mit dem Digitalisierungsfonds. Mit dem Digitalisierungsfonds hat die AK im vergangenen Jahr 142 Projekte gefördert, das genehmigte Fördervolumen lag bei 6,8 Mio. Euro. Ziel der AK Offensive ist, den digitalen Wandel sozial gerecht gestalten: Denn #fürimmer heißt es für die Arbeiterkammern: #Gerechtigkeit muss sein.  

Film: We Love to Fight for You  


Kontakt

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