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Zukunft trotz(t) Her­kunft

Stimmt in Ganztagsschulen die Betreuungsqualität, verbessern sich die Schulnoten, steigen die Schulfreude und die Lernmotivation. Das berichtete Christine Steiner vom Deutschen Jugendinstitut auf der dritten Enquete „Zukunft trotz(t) Herkunft“ in der Arbeiterkammer Wien. Auf der Veranstaltung von AK, Die Armutskonferenz und bildunggrenzenlos wurde über die Vorteile von ganztägigen Schulen diskutiert.

Kurzfilm von der Enquete „Zukunft trotz(t) Herkunft“



Die AK Expertinnen fordern rasch zusätzliche Mittel für den flächendeckenden Ausbau der ganztägigen Schulen in Österreich. Wichtig seien ganztägige Schulen mit Qualität, „in denen die Kinder am Nachmittag nicht einfach nur beaufsichtigt werden“. Ganztägige Schulen mit guter Betreuungsqualität „verbessern die Bildungschancen aller“.

Gute Ganztagsschule bringt bessere Noten

In Deutschland wird seit 2005 in einer groß angelegten Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen untersucht, wie sich ein ganztägiges Schulangebot auf die SchülerInnen auswirkt. Allein die dauerhafte Teilnahme an Ganztagsangeboten verringert unabhängig von der pädagogischen Qualität das Risiko von Klassen-Wiederholungen und problematisches Sozialverhalten in der Schule, berichtete auf der Enquete Christine Steiner vom Deutschen Jugendinstititut. Sei das Ganztagsangebot auch auf Motivation, Unterstützung, Aktivierung und Herausforderung der SchülerInnen ausgerichtet, würde das auch die Schulnoten, die Schulfreude und die Motivation verbessern.

Die AK sieht sich durch die Studie bestärkt „in unserer Forderung nach zusätzlichen Mitteln für den raschen flächendeckenden Ausbau der ganztägigen Schulen in Österreich“. Die AK tritt für ein qualitativ hochwertiges Angebot mit fachlich guter Betreuung, passenden Räumen, kindgerechter Freizeitgestaltung und kindgerechtem Mittagessen ein. Am besten seien echte Ganztagsschulen, in denen Unterricht, Üben, Sport und Freizeit über den ganzen Tag verteilt sind: „Das brauchen wir, um die Bildungschancen aller Kinder unabhängig vom Elternhaus zu verbessern.“

Umfrage: Ganztägige Schulformen ausbauen

Für Österreich berichtete Norbert Lachmayr vom Österreichischen Institut für Berufsbildungsforschung über aktuell 78 Prozent Zustimmung der Bevölkerung zum weiteren Ausbau der „schulischen Nachmittagsbetreuung, also ganztägiger Schulformen“. 68 Prozent der ÖsterreicherInnen erachten Nachmittagsbetreuung an allen österreichischen Schulen für zielführend, um die Leistungen der SchülerInnen zu verbessern. Einen Bericht aus der Praxis in Schweden, wo Ganztagsschulen normal sind, brachte Marie Holm über die Skogstorpsskolan in Kumla.

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