2.11.2016

Frauenbilder in Medien

Frauenpolitik liegt im Themenranking der reichweitenstärksten österreichischen Printmedien weit hinten. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Frauenpolitik in den Medien“ der Agentur Media Affairs, die in der Wiener AK-Bibliothek präsentiert wurde. Dazu luden die Frauenabteilung der AK Wien, das Frauennetzwerk Medien und der Österreichische Frauenring (ÖFR). 

Frauenpolitik kommt in Medien immer weniger vor 

Seit 2012 analysiert Maria Pernegger, Studienautorin und Leiterin der Abteilung Reporting und Analyse bei Media Affairs, die Quantität der Berichterstattung zu frauenpolitischen Inhalten in den Tageszeitungen „Standard“, „Presse“, „Kurier“ und „Kronen Zeitung“ – 2015 sind noch „Österreich“ und „Heute“ hinzugekommen. Die Gewichtung der Inhalte erfolgte entsprechend der jeweiligen medialen Reichweite der Zeitungen.

Maria Pernegger: „Bühne für Chauvinismus“

Einer der wichtigsten Befunde: Die Repräsentanz von Frauenpolitik in den Printmedien verringert sich jährlich. Über genuin frauenpolitische Themen wie Gleichberechtigung und Frauenförderung wird immer weniger gesprochen und geschrieben. Dagegen sei die frauenpolitische Berichterstattung in Boulevardmedien zu einer „Bühne für Chauvinismus“ geworden, sagt Pernegger. (Text: Der Standard, 21.9.2016)