Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Arbeitsbedingungen bei Schuhen - nur bedingt fair

Ähnlich wie in der Textilindustrie sind auch die Arbeitsbedingungen in der Schuhproduktion noch weit entfernt von sozialer Gerechtigkeit. Bei der Veranstaltung "Faires Leder? Produktionsbedingungen bei Schuhen" wurden Einblicke in die Ergebnisse eines EU-Projektes und einer AK Studie gegeben, in der führende europäische und österreichische Unternehmen zu ihrer sozialen Verantwortung befragt wurden.

6 Paar Schuhe pro Jahr

Im Jahr 2014 wurden weltweit 24 Mrd. Paar Schuhe produziert, das sind 3,3 Paar pro ErdenbürgerIn, in Österreich werden im Schnitt sechs Paar gekauft. Bei einem 120 Euro teuren Schuh liegen die Lohnkosten der Näherin bei ungefähr 2,50 Euro – für die Arbeiterinnen ergibt dies eine Monatsentschädigung, die oft unter einem menschengerechten Lohn liegt. In Osteuropa ist die Lücke zwischen realem Lohn und existenzsichernden Lohn oft sogar noch höher als in Asien. Des Weiteren werden in den Betrieben Gewerkschaften oft nicht zugelassen.

Wenig Interesse an den ArbeiterInnen

Die Unternehmensbewertung macht deutlich, dass sich Schuhunternehmen zu wenig Gedanken über die Menschen machen, die ihre Schuhe fertigen. Das gilt auch für die sieben österreichischen Unternehmen unter den 29 Firmen, die im Auftrag der AK OÖ und AK Wien befragt wurden. Erhoben wurde u.a. ob existenzsichernde Löhne für ArbeiterInnen vorgesehen sind und welche Arbeitsschutzmaßnahmen vorausgesetzt werden.

Die befragten Firmen wurden in fünf Kategorien eingeteilt:

  • Nichts zu sagen
  • Zögerliche erste Schritte
  • Kommt in die Gänge
  • Auf gutem Weg
  • Im Laufschritt voraus

TIPP

Von den 29 Unternehmen konnte keines der besten Kategorie „Im Laufschritt voraus“ zugeordnet werden. Die Marken El Naturalista, Eurosko und Adidas schafften es zumindest es auf den zweiten Platz. Bei den in Österreich ansässigen Unternehmen schnitt am besten die Firma Legero ab, die mit ihrem Think! Chilli Schnürer einen Schuh mit dem Österreichischen Umweltzeichen im Angebot hat.

Keine Transparenz 

Neben den existenzsichernden Löhnen ist die mangelnde Transparenz der Unternehmen eine große bestehende Problematik. KonsumentInnen finden kaum Informationen über die Produktionsbedingungen und ob die Unternehmen ihre soziale Verantwortung gegenüber den ArbeiterInnen einnehmen. 

„Eingebaute“ Mängel in Produkten

Jede/r zweite befragte ÖsterreicherIn meint, dass die Lebensdauer von Produkten künstlich verkürzt wird.

TeilenZu Merkzettel hinzufügen

Facebook-Funktion aktivieren

Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen
Zum Seitenanfang
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
OK